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Posch Splitmaster 26

Zum Sichern der Hubgabel gibt es extra eine kleine Aufsteckwinde für das Spaltmesser Foto : K. Finn

Das grün-orange Gerät erfüllt einmal mehr das Klischee, das der Marke Posch anhaftet: Teuer, aber gut. Die Österreicher haben es wieder verstanden, die Arbeit noch etwas angenehmer zu gestalten. Nominell mit 26 t die schwächste Maschine im Test, war hier auch kein Mangel an Spaltkraft zu spüren. Die Grauguss-Pumpen arbeiten leise und die Zykluszeit ist flott. Den eigentlichen Unterschied zur Konkurrenz machen die Details: Sofort ins Auge stechen die gewaltigen „Flügel“ an den Seiten des (optionalen) Easy-Messers. Diese bilden beim Vorspalten eine zweite Ebene, auf der das Holz oben liegen bleibt. Das Zurück und Herunterziehen mit dem Sappie in den Spaltbereich gestaltet sich dadurch noch einfacher als bei dem glattesten Tisch. Auch der lange Ausleger der Seilwinde ist auffällig. Der ist so hoch, dass man ihn beim Transport sogar umlegen soll. Auf der anderen Seite –zulässig hin oder her– lassen sich dadurch die Hölzer mit der Winde einfach direkt im Spaltkanal platzieren, ohne den Zwischenschritt mit der Hubgabel. Das spart Zeit. Die Winde selbst besitzt als einzige einen Freilauf beim Auszug und die Holzzange ließ sich mit Abstand am angenehmsten bedienen. Während alle anderen Winden nur mit einer Fernbedienung anzusteuern waren (eine davon fiel prompt mit leerer Batterie aus…) leistet Posch sich den Luxus eines zusätzlichen Handventils. Die seitliche Kippsicherung ist hier sogar mit einem Sicherheitskontakt versehen. Nur die Maschine aus Leibnitz besitzt ein GS-Zeichen. Dafür war die Mindesthöhen­funktion am Hubtisches zwingend gefordert.

Posch will also wieder einmal ganz oben mitspielen. Das merkt man in diesem Fall auch an der Aufbauhöhe. Mit 108 cm besitzt die Maschine bei weitem den höchsten Arbeitstisch. Das bedeutet, dass sich kurz gewachsene Bediener manchmal ganz schön strecken müssen. Hinten am Abnahmetisch hingegen ist die Ergonomie wieder vorbildlich: Die letzten 40 cm liegen noch einmal um 6 cm tiefer, so dass sich die Scheite schön greifen lassen. Auch schön gelöst: Das hintere Abschirmgitter, bei dem sich doch ab und zu mal ein Scheit einspreizt, ist federnd aufgehängt, damit es nachgeben kann und möglichst lange ansehnlich bleibt.

Die großen Flügel der „Easy-Messer“ bilden eine zusätzliche Ablagefläche. Von dort lässt sich das Holz sehr leicht wieder zurückziehen Foto: K. Finn

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