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Bei der Säge AutoCut von Posch wird das Holz in eine schräge Lade eingelegt und von den Mitnehmern zum Sägeblatt geführt. Foto:  H. Höllerl

Posch: AutoCut

Der Posch Brennholzautomat ist die erste Brennholzsäge mit automatischer Steuerung. Dank CutControl werden die Scheite auf die einstellte Länge abgesägt. Über einen Touchscreen-Bildschirm lässt sich die Länge zwischen 15 und 60 cm vorwählen. Gleichzeitig werden die Längen gleichmäßig verteilt um Reststücke zu vermeiden. Hat man ein 90-cm-Holz, werden statt zwei 33 cm Stücken und einem 24 cm Rest drei 30er-Längen geschnitten. Ist das Meterscheit 105 cm lang, werden drei 35 cm-Stücke produziert. Den Bereich der zulässigen Über- und Unterlängen kann man ebenfalls elektronisch vorgeben.Der Automat besteht aus einer umlaufenen Zuführung mit zwei Mitnehmern und der Sägeeinheit. Das Holz wird in eine schräge Kammer eingelegt, von dem Mitnehmer erfasst, vermessen und entsprechend den Vorgaben abgelängt. Die Säge hat ein 700 mm großes Sägeblatt und verfügt über einen Niederhalter, der ein Klemmen des Holzes vermeidet. In die Kammer lassen sich bis zu fünf Scheithölzer mit eine Länge von maximal 120 cm einlegen. Bis zu dieser Länge kann die Säge automatisch arbeiten. Im manuellen Modus können auch Längen bis 200 cm verarbeitet werden.Im Automatikmodus laufen die zwei Mitnehmer automatisch um. Es bleibt immer ausreichend Zeit mehrere Scheite einzulegen, wenn das Material nicht zu weit weg liegt. Nachteilig ist hier nur, dass sich die Längenaufteilung immer am längsten Holzstück ausrichtet. Die kürzeren führen also zu kürzeren Abschnitten als notwendig. Aber es gibt keine Reststücke mit wenigen Zentimetern mehr, die von den Kunden meist nicht gewünscht sind. Sollte man beim Einlegen zu spät sein, schützt eine Abschaltung den Bediener. Das funktioniert tadellos. Im manuellen Modus wird die Lade vollgepackt und dann erst die Auslösetaste gedrückt. Dann wird wieder Vermessen, die Längen aufgeteilt und entsprechend gesägt.Hinter der Säge wird das Holz auf ein 2,50 m langes Förderband gebracht. Da es oben an der Maschine angehängt ist, hat es die gleiche Überladehöhe wie normalerweise ein 5 m langes Band. Die Abwurfhöhe kann von 1,60 bis 3,00 m verstellt werden.Wir hatten die Kombimaschine im Test. Sie besteht aus der Elektroversion und einem Zapfwellengenerator. Unsere AutoCut war zudem noch auf einem Fahrgestell aufgebaut. Bei der reinen Zapfwellenmaschine erfolgt der Antrieb von der Seite, für die Steuerung muss eine dreipolige 12-V-Steckdose mit 20 A vorhanden sein. Die E-Version kommt mit zwei Motoren. Der 15-kW-Motor treibt die Säge an und der 5,5-kW-Motor übernimmt den Antrieb der Hydraulik. In der Kombivariante wird das Fahrgestell vorne verlängert und der Generator mit 30 kVA aufgebaut. Der Antrieb erfolgt dann in Längsrichtung. Etwas nachteilig ist bei der Kombimaschine mit Fahrgestell, dass zum Bedienen des Stützfußes der Generator laufen muss, weil die Hydraulikpumpe elektrisch angetrieben wird. Der Generator wäre ausreichend dimensioniert, um auch noch weitere Verbraucher wie z. B. eine Späneabsaugung anzuschließen.Die Bedienung ist recht einfach. Sobald die Maschine mit ausreichend Strom versorgt ist – das ist bei etwa 480 U/min der Zapfwelle der Fall – fährt die Elektronik hoch und es kann losgehen. Über den Touchscreen, der etwas größer sein dürfte, werden die Einstellungen wie die Länge des Brennholzes, die erlaubten Abweichungen nach unten und oben und der Modus eingestellt. Über vier Taster im Kreuzverbund lässt sich das Förderband ausklappen und in der Höhe verstellen. Nun wird die Säge über einen weiteren Taster gestartet und der Automodus aktiviert. Jetzt kann mit dem Einlegen in die Lade begonnen werden. Scheite bis 120 cm werden nach den Vorgaben automatisiert abgelängt. Wer Holz bis 200 cm verarbeiten will, muss die Scheitlänge eingeben und die Schnitte erfolgen fix. Dann wird die Säge aber nur auf Tastendruck aktiv.Posch gibt eine Leistung von 10 bis 15 Ster/h an, wir sind rechnerisch auf 12 Ster gekommen. Die Säge ist also weniger der begrenzende Faktor, eher spielen Mensch und Holzlogistik eine Rolle. Die Bedienung ist einfach und funktioniert gut. Einmal eingestellt, muss nur noch beschickt werden. Das klappt sehr gut, in ergonomischer Höhe und ohne übermäßige Konzentrationsanforderungen.Auch wenn es das Standmodell mit Zapfwelle schon ab 21.000 € gibt, zeigt schon der Preis: Diese Maschine ist was für Profis, die auch mal 100 Ster am Tag verarbeiten wollen. Um das gleiche Geld gibt es auch schon ausgewachsene Sägespaltautomaten. Wer die Ablängautomatik richtig nutzen will, braucht entweder gleichlanges Holz oder kann jeweils nur einen Scheit sägen.

An dem Touchscreen-Terminal lassen sich die gewünschten Längen und Werte einstellen. Hier lässt sich das Sägeblatt zurückfahren falls es doch mal klemmt. Foto: H. Höllerl Ein Sicherheitsschalter (Pfeil) verhindert Bei der Säge AutoCut von Posch wird das Holz in eine schräge Lade eingelegt und von den Mitnehmern zum Sägeblatt geführt. Foto:  H. Höllerl

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