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v.l.: Mgr. inz. Piotr Grygier (Direktor RDLP Poznan)

Polnische Staatsforsten und Forst Brandenburg unterzeichneten Kooperationsvereinbarung

Polnische und deutsche Forstleute verbindet seit jeher ein enger fachlicher und persönlicher Austausch, so dass nun die Generaldirektion der Polnischen Staatsforsten (LP), das Forstliche Forschungsinstitut Warschau (IBL) und der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) am 26. Juni 2013 in Eberswalde einen Kooperationsvertrag unterzeichneten.
Der Kooperationsvertrag soll jetzt auch offiziell den Rahmen für eine noch stärkere Zusammenarbeit in der Zukunft abstecken.

„Die Forstverwaltungen unserer beiden Länder verbindet mehr als bloße Nachbarschaft“, so Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger im Vorfeld der Unterzeichnung. Die Wälder und die Herausforderungen an die Forstwirtschaft beiderseits der Oder seien sehr ähnlich, so der Minister weiter.

Zur Unterzeichnung waren in Eberswalde der Generaldirektor der Polnischen Staatsforsten (LP), Adam Wasiak, mit den Direktoren der grenznahen Forstdirektionen Szczecin, Zielona Góra sowie Poznán und Hubertus Kraut, Direktor des Landesbetriebes Forst Brandenburg (LFB) nach Eberswalde gereist. Eine zusätzliche Forschungs-Vereinbarung schlossen Prof. Dr. habil. Tomasz Zawia-Niedwiecki, Leiter des Forstlichen Forschungsinstitutes (IBL) in Warschau und Prof. Dr. Klaus Höppner, Leiter des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde (LFE) ab.

Die künftige Zusammenarbeit soll sich insbesondere auf folgende Aufgabengebiete erstrecken:

• Waldschutzaspekte, insbesondere von biotischen Schaderregern und der Waldbrandvorbeugung
• Waldbauliche Fragestellungen, insbesondere der Kiefernwirtschaft sowie dem Aufbau naturnaher Wälder im Zuge des Waldumbaus
• Fragen der biologischen Vielfalt in den Wäldern und Schutz forstlicher Genressourcen
• Entwicklung von modernen Planungs- und Monitoringsystemen, z. B. durch Anwendung von Fernerkundungsverfahren
• Management ausgewählter Wildtierarten, z. B. von Elch und Wolf.
 
Die Partner wollen verstärkt die Möglichkeiten der neuen EU-Förderperiode 2014 bis 2020 für die Einwerbung von Projektmitteln nutzen, insbesondere im grenznahen Raum.
 
Es ist vorgesehen, zur Intensivierung der Zusammenarbeit vermehrt gemeinsame Konferenzen, Konsultationen und Exkursionen zu unterstützen.
MIL Brandenburg/LFB/Jan Engel
Prof. Dr. Klaus Höppner (Leiter des LFE)

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