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Die wertvollsten Stämme finden schließlich den Weg zur 28. Thüringer Laub- und Nadelholzsubmission in Erfurt-Egstedt

Planmäßige Laubholzernte bei ThüringenForst

ThüringenForst wird in der aktuellen Laubholzernte, die bis Ende März des nächsten Jahres andauert, planmäßig rund 350.000 Fm Holz einschlagen und damit das Niveau des Vorjahres anstreben.

Ein nicht ganz einfaches Unterfangen bei der derzeitigen Schadsituation in den Fichtenbeständen des Freistaats. Vollständig eingestellt ist zwar die Ernte von Fichtenfrischholz, da der Fichtenholzmarkt von Sturm- wie auch Borkenkäferholz überschwemmt ist. Aber der Kampf gegen das gefährlichste heimische Forstinsekt, den sog. Buchdrucker, wird im Frühjahr 2019 unvermindert fortgesetzt. Der Schädling ist über die Wintermonate inaktiv. Ziel ist es, die Population vor dem ersten Schwarmflug des Käfers, voraussichtlich im Mai 2019, deutlich abzusenken.

Laubholz-Abnehmer aufnahmefähig

Die Winterstürme 2017/2018, der trocken-heiße Witterungsverlauf 2018 und als Folgeschädling der Borkenkäfer haben die Forstwirtschaft in Thüringen maßgeblich beeinträchtigt. „ThüringenForst, mit 200.000 Hektar größter Waldbesitzer im Freistaat, ist hiervon besonders betroffen – gleichzeitig muss die Jahrhundertaufgabe des Waldumbaus hin zu klimastabilen Wäldern genauso hartnäckig fortgeführt werden, wie die vielfältigen Ökosystemleistungen des Waldes für die Gesellschaft erhalten bleiben müssen. Dazu braucht es stabile finanzwirtschaftliche Verhältnisse“, so Jörn Ripken, ThüringenForst-Vorstand. Die Landesforstanstalt setzt deshalb auf eine gute Laubholzsaison 2018/2019. Im Gegensatz zum übersättigten Fichtenholzmarkt sind hier die Abnehmer aufnahmefähig, die Holzpreise relativ stabil.

Aus Qualitätsgründen wird Laubholz – im Freistaat Thüringen macht es knapp 40 % des Waldbestandes aus – von Oktober bis Ende April gefällt. Denn in diesem Zeitraum sind die Stämme trockener und damit weniger pilzanfällig als im Sommer. Damit ist das Holz hochwertiger und kann mit einem Anteil von etwa 50 % als Stammholz an die Säge- und Furnierwerke geliefert werden. Die andere Mengenhälfte des geernteten, in der Regel schwächeren Holzes, wird der Laubholzindustrie als Hauptrohstoff zur Verfügung gestellt. Diese produziert hieraus insbesondere Zellstoff, Spanplatten und Papier, Textilien, aber auch Paletten.

Die wertvollsten Stämme finden schließlich den Weg zur 28. Thüringer Laub- und Nadelholzsubmission in Erfurt-Egstedt, die im Januar 2019 durch die Landesforstanstalt durchgeführt wird.

Red./Quelle: ThüringenForst

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