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Pflanzenreste aus der Landwirtschaft als Holzersatz für Spanplatten

Der rheinland-pfälzische Holzwerkstoff-Hersteller Lud. Kuntz GmbH in Morbach hat drei Jahre lang den Einsatz verschiedener Ackerkulturen sowie deren Nebenprodukte als Holzersatz für Spanplatten getestet. Im Ergebnis zeigte sich, dass dies durchaus möglich ist: Je nach Art der Platten und eingesetzten Bindemittel konnte das Unternehmen verschiedene Reststoffe im Praxismaßstab in unterschiedlichen Mengen beimischen. Fallweise bis etwa 20 %. Dabei veränderten sich die qualitativen Eigenschaften der Produkte nicht nennenswert und auch die  Produktionsabläufe konnten beibehalten werden.
Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ergab, dass die Rohstoffkosten für die Herstellung eines Kubikmeters Spanplatten bei einem 15-%igen Rapsstroh-Anteil um knapp 9 % und bei einem 15-%igen Getreidestroh-Anteil um knapp 7 % höher liegen als beim Einsatz von 100 % Holzspänen. Alle anderen Produktionsparameter blieben unverändert, die Berechnungen bezogen sich auf die Produktionsbedingungen der Lud. Kuntz GmbH.
Der Spanplattenhersteller geht davon aus, dass bei sich ändernden Rohstoffkosten die Ackerpflanzen durchaus auch die preisgünstigere Variante darstellen könnten. Lud. Kuntz vertreibt bereits erste Produkte mit Einjahrespflanzen. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat das Vorhaben von 2007 bis 2010 über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), gefördert.
Der Abschlussbericht zum Projekt steht auf www.fnr.de zum Download bereit.
FNR

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