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Geschützt durch den Moritz mit Schutzschirm fällt ein Waldarbeiter eine Buche

Schutzschirm für die Laubholzernte

Auf den DLG-Waldtagen hat Pfanzelt Maschinenbau einen Schutzschirm für die Holzernte in Laubholzbeständen mit Totholz im Kronenraum vorgestellt.

Er wird auf der Rückeraupe Moritz aufgebaut und lässt sich hydraulisch auf- und zuklappen. Er eignet sich für Bäume bis 70 cm Stammdurchmesser in 2,50 m Höhe und besitzt aufgeklappt einen Durchmesser von 5 m. Durch den Stahlrahmen des Schirms und ein hochfestes, doppelt gespanntes Baunetz geschützt, kann der Motorsägenführer ohne Gefahr das Fällkerb und den Fällschnitt anlegen. Dabei hat er durch das Netz den Kronenraum immer im Blick.

Hydraulische Drückvorrichtung

Sind die Keile gesetzt, legt er eine hydraulische Drückvorrichtung am Stamm an. Anschließend öffnet er den Schutzschirm im vorderen Bereich und setzt der Moritz zurück. Das ist möglich, weil die Drückvorrichtung über bis zu 20 m lange Hydraulikschläuche mit dem Moritz verbunden ist. Aus sicherer Entfernung bringt der Motorsägenführer schlussendlich den Baum zu Fall. Nach der Aufarbeitung klappt er das Schutzdach  zusammen und fährt den Moritz zum nächsten Baum. 

Natürlich lässt sich der Moritz mit der Zusatzausrüstung weiterhin zur seilwindenunterstützen Holzernte verwenden.

Der Preis für die Fällraupe Moritz mitsamt Schutzschirm beträgt etwa 75.000 €.

Zum Innovationspreis der Austrofoma nominiert

Der Fachausschuss für Forsttechnik im Österreichischen Forstverein hat den Schutzschirm der Firma Pfanzelt zur Austrofoma für den Innovationspreis nominiert. Von 30 eingereichten Neuheiten hat die Fachjury 18 in die engere Wahl genommen. Die drei Sieger werden am 9. Oktober zwischen 12:30 und 14:00 Uhr im Messezelt gekürt.

Oliver Gabriel

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