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Peter Weidenbach 75

Peter Weidenbach 75

Im Dezember 2009 feierte Forstpräsident i.R. Peter Weidenbach seinen 75. Geburtstag. Der aus dem Nordschwarzwälder Alpirsbach-Ehlenbogen stammende Forstmann hat als Forstamtsleiter in Bad Liebenzell, als Referatsleiter im Ministerium in Stuttgart und als Leiter der Forstdirektion in Karlsruhe in herausgehobenen Funktionen gewirkt. In zentraler Verantwortung für Waldbau, Forsteinrichtung und Waldschutz der baden-württembergischen Forstverwaltung hat Weidenbach als Referatsleiter im Ministerium die Gesamtkonzeption eines naturnahen Waldbaus unter Berücksichtigung aller Waldfunktionen entwickelt. Für die praktische, planmäßige Umsetzung hat er dafür moderne Richtlinien, Handreichungen und ein finanziell unterstützendes wald-bauliches Sonderprogramm initiiert. Die Frage nach angepassten Schalenwildbeständen, die diese waldbaulichen Zielsetzungen ermöglichen, hat er auf die neue Grundlage eines Verbissgutachtens gestellt.
Peter Weidenbach hat in herausragender Weise konzeptionelle Arbeit mit den Instrumenten der praktischen Umsetzung verbunden. In ausgesprochen menschlich angenehmer Weise, aber doch bestimmt und zielgerichtet, hat er dabei die Mitarbeiter eingebunden und mitgenommen. Er hat die Grundlagen für eine den modernen Erfordernissen gerecht werdende Waldbewirtschaftung geschaffen und auf den Weg gebracht. Als wichtige Voraussetzung hierfür hat er die Notwendigkeit regulierter Wildbestände erkannt und hat sich nachhaltig für die Einführung des ökologischen Gutachtens eingesetzt. Gerade in dieser Funktion hat seine Arbeit weit über die Landesgrenzen hinaus gewirkt.
Für seine Lebensleistung wurde Peter Weidenbach durch die Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. Hamburg 1999 an der Fachhochschule Eberswalde mit dem renommierten Wilhelm-Leopold-Pfeil-Preis ausgezeichnet.
Mit seinen Arbeiten über bemerkenswerte Grenzsteine oder Vorträge über die Weiß-Tanne im Waldbau ist er dem geliebten Schwarzwald bis heute eng verbunden.
Freunde und Kollegen wünschen Peter Weidenbach alles Gute für die Zukunft, vor allem aber Gesundheit und die Muse, das aktuelle forstliche Geschehen mit einem gewissen Abstand zu betrachten und zu kommentieren.
 
MLR BW

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