Holzverkauf und Holzpreise

Pellets fast 60 % teurer als im Vorjahr

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Im Februar 2022 ist der Preis für Holzpellets in Deutschland erneut leicht angestiegen. Hauptgrund ist die noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Sägespänen, wie das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) meldet.

Bei einer Liefermenge von 6 t kosten Pellets im Bundesdurchschnitt 373,86 €/t. Das sind 2,0 % mehr als im Vormonat und 58,1 % mehr als im Februar 2021. Es bestehe dennoch weiterhin ein deutlicher Preisvorteil zu den fossilen Energieträgern Gas (34 %) und Öl (21 %). Ein Kilo Pellets kostet 37,39 Cent, die Kilowattstunde (kWh) Wärme ist für 7,48 Cent erhältlich.

Zu wenig Späne

Die ungewöhnliche Marktsituation mit einer nur zögerlich in Gang kommenden Schnittholzproduktion und der daraus resultierenden Späneknappheit beeinflusse den Pelletpreis immer noch, erklärt Martin Bentele, Geschäftsführer beim Deutschen Pelletinstitut.

Die geringe Sägewerksaktivität ist immer noch eine Folge der Marktverwerfungen des Jahres 2021 mit extremer Nachfrage im ersten Halbjahr und daraus folgend großen Lagermengen zum Jahresende. Zum Frühlingsbeginn rechne man am Pelletmarkt mit einer Normalisierung der Lage.

Dass der Pelletpreis im Gegensatz zu fossilen Energieträgern nicht spekulativ beeinflusst werde, sehe man an den regional teils deutlich unterschiedlichen Preistendenzen, sagt Bentele weiter. So zeige sich in Süddeutschland eine moderatere Entwicklung.

Süddeutschland hat die niedrigsten Preise

Beim Pelletpreis ist im Februar 2022 (Abnahme 6 t) in Süddeutschland mit 362,31 €/t erneut am niedrigsten. In Mitteldeutschland liegt er durchschnittlich bei 383,89 €/t, in Nord-/Ostdeutschland bei 389,22 €/t.

Größere Mengen (26 t) werden im Februar 2022 zu folgenden Konditionen gehandelt: Süd: 351,98 €/t, Mitte: 365,39 €/t, Nord/Ost: 369,55 €/t (alle inkl. MwSt.).

Quelle: DEPI