Pelletpreis Januar 2022
Angesichts der aktuellen Materialknappheit und des daraus folgenden Preisanstiegs bei Sägespänen steigen die Preise für Holzpellets in Deutschland in einem lange nicht gesehenen Ausmaß.
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Pelletpreis steigt im Januar deutlich

18. Januar 2022

Die Verteuerung von Holzrohstoffen wie Spänen führt im Januar 2022 in Deutschland zu einem weiteren Anstieg des Pelletpreises. Pellets kosten bei Lieferung von 6 Tonnen (t) im Bundesdurchschnitt 366,58 €/t, wie das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) berichtet.

Das entspricht einer Steigerung von 20,9 % gegenüber dem Vormonat und von 54,0 % zu Januar 2020. Dennoch besteht weiterhin ein deutlicher Preisvorteil gegenüber den fossilen Energieträgern Gas (26 %) und Öl (17 %). Ein Kilo Pellets kostet 36,66 Cent, die Kilowattstunde (kWh) Wärme 7,33 Cent.

Entspannung in Sicht

Die knappe Verfügbarkeit von Holzspänen und ihr deutlicher Preisanstieg machen Pellets aktuell außergewöhnlich teuer, berichtet Martin Bentele, Geschäftsführer beim Deutschen Pelletinstitut. Neben den Rohstoffpreisen seien auch die Preise für Strom und Kraftstoff für Produzenten und Handel sehr stark angestiegen. Da sich am Holzmarkt jedoch bereits eine deutlich steigende Nachfrage nach Bauholz abzeichnet, rechnet Bentele mit einer Entspannung zum Frühjahrsbeginn.

Regionalpreise

Beim Pelletpreis ergeben sich im Januar 2022 regional folgende Unterschiede (Abnahme 6 t): In Süddeutschland liegt der Preis für Pellets mit 357,93 €/t am niedrigsten. In Mitteldeutschland kosten sie durchschnittlich 372,02 €/t, in Nord-/Ostdeutschland 377,61 €/t.

Größere Mengen (26 t) werden im Januar 2021 zu folgenden Konditionen gehandelt: Süd: 343,14 €/t, Mitte: 352,57 €/t, Nord/Ost: 361,87 €/t (alle inkl. MwSt.).

Quelle: DEPI