Pelletpreis im Vergleich mit fossilen Energieträgern
Im Dezember ist der Preis für Holzpellets in Deutschland ungewöhnlich stark gestiegen. Er liegt aber nach wie vor deutlich unter dem fossiler Energieträger.
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Pelletpreis steigt im Dezember ungewöhnlich kräftig

28. Dezember 2021

Die Verteuerung von Rohstoffen wie Holzspänen führt im Dezember 2021 in Deutschland erstmals zu einem prozentual zweistelligen Anstieg des Pelletpreises. Holzpellets der Qualität ENplus A1 kosten bei Lieferung von 6 t im Bundesdurchschnitt 303,13 €/t, berichtet das Deutsche Pelletinstitut (DEPI).

Das ist eine Steigerung von 13,5 % gegenüber dem Vormonat und von 30 % zu Dezember 2020. Dennoch halten die Holzpresslinge ihren deutlichen Preisvorteil gegenüber den fossilen Energieträgern Gas (33 %) und Öl (26 %). Ein Kilo Pellets kostet 30,30 Cent, die Kilowattstunde (kWh) Wärme 6,06 Cent.

Ungewöhnlich starker Preisanstieg

Dieser Anstieg sei nicht saisonüblich oder nachfragebedingt, sondern durch Verwerfungen an den internationalen Holzmärkten begründet, die kurzfristig zu einer erheblichen Preissteigerung beim Rohstoff geführt haben, erklärt Martin Bentele, Geschäftsführer beim Deutschen Pelletinstitut. Von 2012 bis 2021 habe die durchschnittliche jährliche Preissteigerung bei nur 0,24 % gelegen, inflationsbereinigt sei sogar ein Preisrückgang von 1,44 % zu verzeichnen.

Zudem könne es auch witterungsbedingt im Winter zu längeren Lieferzeiten kommen. Eine Entspannung der Situation sei erst zum Ende des ersten Quartals 2022 zu erwarten.

Regionalpreise

Beim Pelletpreis ergeben sich im Dezember 2021 regional folgende Unterschiede (Abnahme 6 t): In Mitteldeutschland kosten Pellets 294,15 €/t und sind wie schon im Vormonat am günstigsten. In Nord-/Ostdeutschland beträgt der durchschnittliche Preis 302,75 €/t, in Süddeutschland 305,78 €/t.

Größere Mengen (26 t) werden im Dezember 2021 zu folgenden Konditionen gehandelt: Süd: 296,68 €/t, Mitte: 278,09 €/t, Nord/Ost: 288,84 €/t (alle inkl. MwSt.).

Quelle: DEPI