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Pelletmarkt in Deutschland 2012

Pelletmarkt in Deutschland 2012

Mit einer Produktion von etwa 2,2 Mio. t wurden im Jahr 2012 so viele Pellets wie noch nie in Deutschland hergestellt. Auch die Nachfrage nach Pelletfeuerungen hat mit über 40000 neuen Öfen und Heizungen auf insgesamt rd. 280000 Anlagen deutlich zugenommen. Für 2013 rechnen die Experten beim Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) mit weiterem Wachstum: Die Produktion soll auf 2,3 Mio. t steigen, bei einem Zuwachs von 47000 neuen Feuerungen.
Der durchschnittliche Pelletpreis im Jahr 2012 betrug 235,88 EUR/t, was einer Preissteigerung von 33 % in den letzten 10 Jahren entspricht (bei Heizöl 145 %). Der Preis für Pellets lag im Jahr 2012 stetig rd. 40 % unterhalb des Heizölpreises.
Grundlage hierfür sind ein hohes Holzaufkommen und eine breite Sägewerksstruktur in Deutschland. Bundesweit werden Pellets an etwas 60 Standorten hergestellt. Mit 638000 t wurden die meisten Pellets im dritten Quartal 2012 erzeugt. Die technisch mögliche Produktion ist 2012 auf 3,1 Mio. t Produktionskapazität angewachsen. Hauptproduktionsgrundlage waren mit knapp 90 % Sägeresthölzer.
Zertifizierte Holzpellets sind in Deutschland mittlerweile Standard. 90 % der Holzpellets werden durch ENplus-zertifizierte Unternehmen hergestellt. Ein ausgebautes, dichtes Händlernetze sichert bundesweit eine flächendeckende Versorgung.
Geliefert werden Pellets in Deutschland zu rd. 90 % in loser Form mit dem Tankwagen. 10 % werden als Sackware verkauft, vorwiegend für Pelletkaminöfen. Der DEPV geht von 600 Firmen aus, die mit den kleinen Holzpellets handeln.
DEPV rechnet mit konstantem Zubau an Pelletheizungen
Die hohe Pelletproduktion bietet eine gute Grundlage für einen weiteren Ausbau von Pelletheizungen. „In den kommenden Jahren kann mit einem deutlichen Zuwachs gerechnet werden, denn nur wenn die Energiewende auch am Heizungsmarkt gelingt, wird sie insgesamt eine Erfolgsgeschichte“, so der DEPV-Vorsitzende Martin Bentele. Obwohl der Zuwachs an Feuerungen in 2012 rd. 17 % betrug, werden nur knapp 80 % (1,7 Mio. t) der heimisch produzierten Pellets auch hier verbraucht. Der Überschuss wird exportiert.
Der Bestand an Pelletfeuerungen in Deutschland wird vom DEPV Ende 2012 auf 278000 Anlagen beziffert. Den Hauptanteil bilden dabei Heizkessel für Ein- und Zweifamilienhäuser (Leistung <50 kW), deren Anzahl rd. 185000 beträgt und die 3.900 GWh Wärme erzeugen, was etwa einem Pelletverbrauch von knapp 1 Mio. t entspricht (Verbrauch je Anlage 5,27 t). Dazu kommen rd. 85000 Pelletkaminöfen (Wärmebereitstellung 230 GWh, Verbrauch: 0,77 t/Ofen). In der Minderzahl sind größere Pelletfeuerungen (Leistung >50 kW), von denen es rd. 7800 Anlagen in Deutschland gibt, die 2700 GWh Wärme bereitstellen. Über ein Drittel der in Deutschland hergestellten Pellets wird bereits in größeren Anlagen genutzt (Verbrauch je Anlage: rd. 84 t/a).
Die Rahmenbedingungen für den Tausch einer alten Heizung durch eine neue Pelletfeuerung sind gut. Der DEPV geht mittelfristig von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von mindestens 15 % aus. Für 2013 heißt das 47000 neue Anlagen: 17000 Öfen, 29000 Heizungen (<50 kW), 1000 Heizungen (>50 kW)).
Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. vertritt seit 2001 die Interessen der deutschen Pellet- und Holzenergiebranche.
 
DEPV

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