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Produktion von Holzpellets in Deutschland und Inlandbedarf von 2008 bis 2013 sowie Prognose für 2014. Quelle: Deutsches Pelletinstitut

Pellet-Verband stellt Bilanz für das Jahr 2013 und Prognose 2014 vor

Mit einer Produktion von 2,25 Mio. t hat Deutschland im Jahr 2013 seine führende internationale Position als Hersteller von Holzpellets gefestigt. Im gleichen Zeitraum erfolgte ein Zuwachs an Pelletfeuerungen um mehr als 43.000 neuen Öfen und Heizungen auf insgesamt knapp 322.000 Anlagen.
Für das Jahr 2014 wird mit einem weiteren  kontinuierlichen Wachstum gerechnet.
Das geht aus der Analyse des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) hervor.
  
Martin Bentele, der geschäftsführende Vorsitzende des DEPV: „Die effiziente, preiswerte und komfortable Art mit Pellets zu Heizen senkt Energiekosten und spart Kohlendioxid ein. Der Heizungstausch ist angesichts des gegenwärtigen Zinsniveaus eine attraktive Investition mit einer relativ kurzen Amortisationsdauer. Die Austauschrate muss jedoch deutlich erhöht werden, und dies wird vor allem über Anreize zu erreichen sein.“
Für 2014 prognostiziert der DEPV eine Zunahme der einheimischen Pelletproduktion um 100.000 t auf 2,35 Mio. t sowie die Installation von 47.000 neuen Feuerungen.
Pellets kosteten im Jahr 2013 durchschnittlich 273 €/t. Die für den heimischen Energieträger ungewöhnlich große Preissteigerung von 15,7 % gegenüber dem Vorjahr lag an einer partiell schwierigeren Versorgung mit den zur Produktion notwendigen Sägespänen. Dennoch war gegenüber Heizöl im letzten Jahr im Durchschnitt ein deutlicher Preisvorteil von rd. 35 % zu verzeichnen. Dazu stellt der Bund Fördermittel über das Marktanreizprogramm für den Heizungstausch zur Verfügung, die eine attraktive Amortisationsdauer der Investition innerhalb von zehn Jahren ermöglichen. „Damit die Energiewende am Wärmemarkt gelingt, müssen die mit dem Heizungstausch verbundenen Einsparmöglichkeiten dem Verbraucher besser erklärt werden“, betont der DEPV-Vorsitzende.
Produktion und Handel von Holzpellets in Deutschland
Bundesweit gibt es rund 60 Pelletwerke. Wie im Vorjahr wurden 2013 im dritten Quartal mit 583.000 t die meisten Pellets hergestellt. Die technisch mögliche Produktion (Produktionskapazität) ist 2013 auf 3,2 Mio. t erweitert worden. Hauptproduktionsgrundlage waren mit knapp 90 % Sägeresthölzer (Späne und Hackschnitzel). Damit erfüllen Holzpellets die Anforderungen einer Kaskadennutzung.
Auch die Qualität liegt im Fokus der Branche. Über 90 % der Holzpellets werden von ENplus-zertifizierten Herstellern produziert. Das dichte Händlernetz sichert eine flächendeckende Versorgung im ganzen Bundesgebiet.
Geliefert werden Pellets in Deutschland zu rd. 80 % in loser Form mit dem Tankwagen. Sackware (Pellets in 15-kg-Säcken) wird mit 20 % Verkaufsanteil insbesondere zur Verwendung in Pelletkaminöfen immer beliebter.
Pelletfeuerungen
DEPV rechnet mit kontinuierlichem Wachstum. Aufgrund der hohen Pelletproduktion gibt es eine solide Grundlage für den weiteren Ausbau von Pelletheizungen. Für Ende 2013 beziffert der DEPV den Bestand an Pelletfeuerungen in Deutschland auf 321.500 Anlagen. Davon ist der Großteil der typische Heizkessel für Ein- und Zweifamilienhäuser (Leistung < 50 kW), von dem rd. 212.500 Stück im Einsatz sind. Diese erzeugen zusammen 4.500 GWh Wärme, was etwa einem Pelletverbrauch von 1,13 Mio. t entspricht (Verbrauch je Anlage 5,3 t). Zudem gibt es rd. 100.000 Pelletkaminöfen in deutschen Wohnzimmern (Wärmebereitstellung 265 GWh, Verbrauch: 0,8 t/Ofen).
Im Kommen sind größere Pelletfeuerungen (Leistung >50 kW), von denen es etwa 9.000 Anlagen in Deutschland gibt, die mehr als 3.000 GWh Wärme bereitstellen. Ungefähr 35 % der in Deutschland hergestellten Pellets werden bereits in größeren Anlagen genutzt (Verbrauch je Anlage etwa 90 t/a).
„Da die Rahmenbedingungen für den Tausch einer alten Heizung mit einer neuen Pelletfeuerung weiterhin attraktiv sind, gehen wir von einem kontinuierlichem Wachstum in den nächsten Jahren aus“, bekräftigt Bentele. Für 2014 sind das 47.000 neue Anlagen, davon 16.500 Öfen, 29.000 Heizungen <50 kW und 1.500 Heizungen >50 kW.
DEPV
Produktion von Holzpellets in Deutschland und Inlandbedarf von 2008 bis 2013 sowie Prognose für 2014. Quelle: Deutsches Pelletinstitut 2014

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