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PEFC hat neuen Chain-of-Custody-Standard

PEFC hat neuen Chain-of-Custody-Standard

Der neue PEFC Chain-of-Custody-Standard trat am 24. Mai 2013 mit einer Übergangsfrist von neun Monaten in Kraft. PEFC ist das erste globale Forstzertifizierungssystem, das seinen CoC-Standard an die Anforderungen der EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) angepasst hat.
Der neue PEFC Chain-of-Custody-Standard profitiert von mehr als 300 Kommentaren aus der globalen öffentlichen Konsultation. Fünf Unternehmen (Papernet, Puumerkki, Steelcase, Weyerhaeuser und Zellstoff Stendal) stellten sich für einen Pilot-Test zur Verfügung und brachten Praxiserfahrungen ein.

Die wichtigsten Veränderungen des neuen PEFC Chain-of-Custody-Standards beinhalten:

• Eine erweiterte Definition von umstrittenen Quellen, um EUTR-spezifische Anforderungen, wie die Übereinstimmung mit Handels- und Zollrecht, neben den internationalen, nationalen oder lokalen Rechtsvorschriften bezüglich waldbezogenen Aktivitäten, zu erfüllen.
• Zusätzliche Anforderungen zur Erfüllung der Informationsbedürfnisse der verschiedenen rechtlichen und regulatorischen Prozesse, wie der EUTR.
• Anpassung des PEFC Due Diligence Systems an das Konzept der EUTR bezüglich vernachlässigbarem Risiko.
• Das PEFC DDS ist nun Pflicht für alle zertifizierten Unternehmen und gilt auch für zertifiziertes Material.
• Einen erweiterten Umfang verbotener Materialien bezüglich Holz aus Konfliktgebieten.
 
„Mehr als 10.000 Unternehmen weltweit bedienen sich bereits der PEFC-Chain-of-Custody-Zertifizierung. Dieser Mechanismus ermöglicht es den Betrieben nun also auch zu demonstrieren, dass sie den Anforderungen der EUTR vollumfänglich gerecht werden“, erläutert Ben Gunneberg, Generalsekretär von PEFC International.
 
Revidierter Standard reicht aus für EU-Holzhandelsverordnung
 
Die EU-Holzhandelsverordnung verbietet das Inverkehrbringen von illegal geschlagenem Holz auf dem europäischen Markt, mit dem Ziel das Problem des illegalen Holzeinschlags weltweit zu bekämpfen. Die EUTR setzt Vorgaben zur Minimierung des Risikos von illegal gehandeltem Holz, die Unternehmen in der Europäischen Union erfüllen müssen. Genauer gesagt verlangt die Verordnung von Unternehmen, die Holz und Holzerzeugnisse auf den europäischen Markt bringen (sowohl importierte als auch inländische), ein Due Diligence Systemb (DDS) zu implementieren. Firmen, die in der EU mit Holzprodukten handeln, sind dafür verantwortlich, über Lieferanten und Kunden so Buch zu führen, dass eine Rückverfolgbarkeit möglich ist. Die Verordnung wirkt sich auch auf Unternehmen außerhalb der EU aus, weil ihre Produkte weiter unten in der Lieferkette in die EU importiert werden dürfen.
 
„Alle Unternehmen mit gültigem PEFC-CoC-Zertifikat genügen den Anforderungen der EU-Holzhandelsverordnung, wenn sie den revidierten Standard anwenden und müssen sich weder selbst ein eigenes Due Diligence System (DDS) basteln noch einer Überwachungsorganisation anschließen“, erklärt Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland.
 
Unterstützung zugesagt
 
PEFC wird umfassende Unterstützung anbieten, um einen reibungslosen Übergang zum CoCStandard 2013 zu gewährleisten, einschließlich Webinars, FAQs, und Face-to-Face-Schulungen. Weitere Informationen werden in Kürze veröffentlicht.
PEFC Deutschland

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