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Exkursionsteilnehmer vor dem Panorama der Innsbrucker Alpen. Foto: PEFC Deutschland

PEFC Deutschland überschreitet Grenzen

Knapp 20 Teilnehmer nahmen vom 18. bis 21. Juli 2013 an einer von PEFC Deutschland organisierten Exkursion in die Schweiz und nach Österreich teil, um sich ein Bild von den dortigen PEFC-Systemen und der Waldbewirtschaftung vor Ort zu machen.
 
 
Stationen in der Schweiz
 
Die erste Station führte die Exkursionsteilnehmer in den Zoo von Zürich, in das im Bau befindliche Elefantenhaus mit seiner anspruchsvoll verarbeiteten 6.000 m² großen Dachkonstruktion aus Holz mit Spannweiten von über 85 m. Bei der anschließenden Besichtigung mehrerer innovativer Holzbauprojekte in Zürich erfuhren die Exkursionsteilnehmer Wissenswertes über die bauliche Umsetzung von konkreten Umweltschutzzielen.
 
In den Räumen des PEFC Schweiz beheimatenden Verbands „Lignum, Holzwirtschaft Schweiz“ berichteten dessen Geschäftsführer Christoph Stark sowie Peter Schmider (Berater von PEFC Schweiz), Markus Brunner (Geschäftsführer Waldwirtschaft Schweiz) und Evelyn Pöhler (Geschäftsführerin PEFC Schweiz) über die Entwicklung von PEFC in der Schweiz, die gerade abgeschlossene Standardrevision und aktuelle Entwicklungen wie das Herkunftszeichen Schweizer Holz.
 
Bei einer Führung durch den Holtiwald bei Bern vermittelte eine Expertengruppe um Martin Stucker (Geschäftsführer Verband Konolfingischer Waldbesitzer) Praxiswissen. Der Privatwaldbesitz in der Schweiz sei sehr kleinparzelliert und die Forstwirtschaft spiele eine eher untergeordnete Rolle für den Lebensunterhalt, weshalb hier ein besonders großer Wert auf die Vermeidung von Bürokratie gelegt werde. Förster Hansjörg Habegger subsummierte: „Schlanke Strukturen und wenig Büro – das ist der Erfolg im Privatwald“.
 
Stationen in Österreich
 
Clemens Kraus (Geschäftsführer PEFC Austria), Hans Grieshofer (Vize-Obmann PEFC Austria) und Klaus Viertler (PEFC-Regionenbeauftragter für Tirol/Vorarlberg) informierten die Exkursionsteilnehmer in Innsbruck über die Arbeit von PEFC Austria.
 
Auf einer Exkursion in den Innsbrucker Stadtwald konnte sich die deutsche Reisegruppe selbst ein Bild von der Forstwirtschaft im Alpenraum machen. Andreas Wildauer (Leiter des Stadtwaldes Innsbuck) betonte die besondere Bedeutung der Schutzfunktion des Waldes in den Alpen und erklärte: „Ich sehe die PEFC-Zertifizierung als Bindeglied zwischen Waldbesitz und Gesellschaft“.
 
Werner Zwingmann (Einkaufsleiter Industrie- & Sägerestholz der Firma Egger) gewährte der Reisegruppe einen Einblick in die Produktion von Egger in St. Johann. „Wir stehen für Holz der kurzen Wege“ betonte er. Dies sei wichtig für eine positive Ökobilanz. Zwingmann erklärte, wie die Lieferantenbewertung und das Dokumentenmanagement bei Egger funktionieren und dass Egger seine PEFC-Zertifizierung als Legalitätsnachweis für die EUTR benutze.
 
Exkursionsvorhaben 2014
 
Aufgrund des positiven Zuspruchs plant PEFC Deutschland im kommenden Jahr wieder eine solche Exkursion, dann nach Finnland und Estland, zu veranstalten.
PEFC Deutschland
Holzwirtschaft Schweiz) Begrüßung (v.l.): Dirk Teegelbekkers (Geschäftsführer PEFC Deutschland) Christoph Stark (Geschäftsführer Lignum Exkursionsteilnehmer vor dem Panorama der Innsbrucker Alpen. Foto: PEFC Deutschland

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