Forstpolitik

PEFC Deutschland passt Gebühren für Waldzertifizierung an

Bearbeitet von Rainer Soppa

Eine neue PEFC-Gebührenstruktur soll eine Waldzertifizierung über forstliche Zusammenschlüsse für Waldbesitzende attraktiver machen. Der Deutsche Forst-Zertifizierungsrat, das Entscheidungsgremium von PEFC Deutschland, hat am 18. Juli.2022 im Rahmen seiner 53. Sitzung in München Änderungen an der PEFC-Gebührenordnung (PEFC D 4003) beschlossen.

Die Anpassungen, die am 1. September 2022 in Kraft treten, und soll zu einer Vereinfachung der Modalitäten führen, da die Gebührenhöhe nicht mehr von der Waldbesitzgröße abhängt.

Für alle PEFC-zertifizierten Betriebe gilt nun ein flächenunabhängiger Sockelbeitrag in Höhe von 10 € pro Jahr. Die Flächengebühr von 0,18 € pro ha Holzboden bleibt bestehen und wird auf Betriebe unter 25 ha ausgedehnt. Für forstliche Zusammenschlüsse, die an der PEFC-Zertifizierung teilnehmen möchten, gelten die gleichen Werte: auf einen Sockel von 10 € pro Jahr pro Zusammenschluss kommt eine Flächengebühr von 0,18 € pro ha.

Einfachere Rechnungstellung

Zwecks höherer Effizienz beim Kundenmanagement wurde eine Umstellung auf eine jährliche Rechnungsstellung für alle Betriebe verabschiedet. Bisher erfolgte eine jährliche Rechnungsstellung nur für Betriebsgrößen von über 100 ha, Betriebe unter 100 ha erhielten eine 5-Jahresrechnung. Bei gleichbleibenden Betriebsverhältnissen behalten die derzeit aktuell gültigen 5-Jahresrechnungen ihre Gültigkeit für den ausgewiesenen Leistungszeitraum, erst danach erfolgt eine Umstellung auf die neuen Gebühren- und Zahlungsmodalitäten.

Die neu gültige Gebührenordnung kann unter www.pefc.de/gebuehrenordnung2022 eingesehen werden.

PEFC / Red