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Parlamentarischer Abend des DFWR

Parlamentarischer Abend des DFWR

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) veranstaltete am 8. September 2011 im Haus der Commerzbank am Pariser Platz in Berlin einen Parlamentarischen Abend, zu dem Abgeordnete des Bundestages eingeladen waren. Die etwa 60 Teilnehmer aus Politik, Verwaltung, Forst- und Holzwirtschaft begrüßte der Präsident des DFWR Georg Schirmbeck, MdB. Unter dem Thema Wirtschaftsfaktor Wald und Holz in Deutschland lag der besondere Fokus auf den volkswirtschaftlichen und ökologischen Chancen holzartiger Biomasse von Kurzumtriebsplantagen.

Die Potenziale, Chancen und Hemmnisse von Kurzumtriebsplantagen erläuterte in seinem Vortrag Prof. Dr. Albrecht Bemmann, Leiter der Professur für Forst- und Holzwirtschaft an der TU Dresden in Tharandt.

Die Nachfrage nach Holz für die stoffliche und energetische Verwertung wird in den kommenden Jahren steigen, ebenso die Konkurrenz zwischen beiden Nutzungsformen mit entsprechenden Folgen für die Holzpreise. Eine stärkere Rolle nicht nur bei der Sicherung der Rohstoffversorgung sondern auch bei der Verknüpfung von Landnutzungszielen kann die Kurzumtriebswirtschaft übernehmen. Bei Umtriebszeiten von drei bis fünf Jahren lassen sich durchaus Ernteerträge von 20 bis 50 t atro je Hektar erreichen. Flächenpotenziale sieht Bemmann vor allem auf ausgewählten Standorten der zurzeit 4,9 Mio. ha Grünlandflächen in Deutschland. Wobei zum Beispiel Pappelplantagen – ebenso wie Grünland extensiv bewirtschaftet – ökologische Vorteile aufweisen: hohe Biodiversität, geringere Wasser- und Winderosion, besseres Mikroklima, höhere Speicherung von Kohlenstoff. Für Bemmann wäre der Ausbau der Kurzumtriebswirtschaft „eine optimale Variante, um einen Teil des Grünlandes ökonomisch und ökologisch sinnvoller zu nutzen als es gegenwärtig möglich ist“.
 

S. Loboda

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