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Die Produktion der deutschen Papierindustrie ist im Jahr 2018 leicht zurückgegangen und betrug knapp 22,7 Mio. t Papier, Karton und Pappe.

Papierproduktion 2018 leicht rückläufig

Die Produktion der deutschen Papierindustrie ist im Jahr 2018 leicht zurückgegangen. Die Branche stellte 2018 knapp 22,7 Mio. t Papier, Karton und Pappe her, das sind 1,1 % weniger als im Vorjahr.

Bei den einzelnen Sortengruppen setzten Verpackungspapiere und -karton ihren Wachstumskurs mit +1,6 % fort. Sie machen mittlerweile 53 % des Produktionsvolumens aus. Die grafischen Papiere verzeichneten mit -5,2 % einen weiteren Rückgang. Der Anteil von Druck- und Schreibpapieren liegt jetzt bei 34 %. Hygienepapiere blieben in der Produktion weitgehend stabil: -0,5 %. Die Produktion technischer und Spezialpapiere sank mit -1,8 %. Ihr Anteil an der Gesamtproduktion liegt bei 7 bzw. 6 %.

Es gibt rund 3.000 verschiedene Papiersorten – unterteilt in vier Sortenbereiche: Verpackungspapiere, grafische Papiere, Hygienepapiere und Papiere für technische und spezielle Anwendungen
Rohstoffe Produktion und Verbrauch in der deutschen Papierindustrie im Jahr 2018 und Vergleich mit 2017. Quelle: VDP, 2019

Der Umsatz der Branche stieg um 5,4 % auf 15,5 Mrd. €. Dies ist sowohl auf die anhaltend gute Konjunktur im Verpackungsmarkt als auch auf die – insbesondere wegen dramatisch gestiegener Zellstoffpreise erforderlichen – Preisanpassungen bei den grafischen Papieren zurückzuführen. Die Anzahl der Beschäftigten in der deutschen Zellstoff- und Papierindustrie wuchs um rd. 1 % auf 40.550.

Energie- und Klimapolitik trifft auch Papierindustrie

Mit Sorge beobachtet die Branche die gegenwärtige Entwicklung in der Energie- und Klimapolitik. Die Papierindustrie wolle – wie auch alle anderen energieintensiven Branchen – Teil der Lösung sein. Die Versorgungssicherheit und die internationale Wettbewerbsfähigkeit dürften jedoch nicht gefährdet werden. So der Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Winfried Schaur. Der Beitrag regenerativer Quellen zur Energieversorgung sei nach wie vor hochvolatil. Der Ausstieg aus Kernenergie und Kohle müsse daher mit Bedacht erfolgen. Die zu erwartenden Strompreissteigerungen für die Industrie müssen kompensiert werden.

Red./VDP

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