Holzindustrie, -verbände

Papierindustrie ab 2022 mit Einheitsverband

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Die deutsche Zellstoff- und Papierindustrie wird ab 2022 auf Bundesebene einheitlich von einem wirtschafts- und sozialpolitischen Spitzenverband unter dem Namen DIE PAPIERINDUSTRIE e. V. vertreten.

Bei den außerordentlichen Mitgliederversammlungen der beiden bisherigen wirtschafts- und sozialpolitischen Bundesverbände, dem Verband Deutscher Papierfabriken e. V. (VDP) und der Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie e. V. (VAP) wurden entsprechende Verschmelzungsbeschlüsse gefasst.

Kräfte bündeln

Auf der sich anschließenden ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung wurde Winfried Schaur, Executive Vice President Technology UPM, zum Präsidenten des neuen Einheitsverbandes gewählt. Vizepräsidenten sind Martin Krengel, WEPA SE, und Dr. Christopher Grünewald, Gebr. Grünewald GmbH & Co. KG. Mit dem Einheitsverband wolle man sich in Berlin noch deutlicher Gehör verschaffen und die wirtschafts- und sozialpolitischen Kräfte besser bündeln, erklärten die Spitzenvertreter.

Drei Geschäftsstellen

Geführt wird der neue Verband vom Hauptgeschäftsführer, Alexander von Reibnitz. Stellvertretender Hauptgeschäftsführer wird Andre Müller. Sitz des Verbandes ist Berlin. Er verfügt über weitere Geschäftsstellen in Bonn sowie im Papierzentrum in Gernsbach. Die Landesverbände der Zellstoff- und Papierindustrie werden jeweils Mitglieder des neuen Einheitsverbands.

Umfassende Interessenvertretung

Der Einheitsverband DIE PAPIERINDUSTRIE wird bundesweit die zentrale sozial-, tarif- und wirtschaftspolitische Interessenvertretung der Unternehmen der Zellstoff- und Papierindustrie in Deutschland sein und die gemeinsamen Belange der Branche mit ihren über 100 Unternehmen sowie rund 47.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Bundes- und Landesebene bündeln und vertreten.

Quelle: Die Papierindustrie