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Forstarbeiter pflanzen Buchen

Die Pandemie bremst die Aufforstung

Bis vor zwei Wochen haben viele Waldbesitzer befürchtet, dass die Forstbaumschulen nicht genug Pflanzen liefern könnten, um die 240.000 ha Schadflächen im Wald aufzuforsten. Wie der Verband Deutscher Forstbaumschulen (VDF) meldet, dreht sich die Situation wegen der Corona-Pandemie aber gerade vollständig um:

  • Die Abnehmer lehnen Lieferungen im Wald Lkw-weise ab.
  • Sie stornieren bestellte Waren, obwohl die Order und die Liefertermine feststehen.
  • Sie sagen Planzungen ab oder verschieben sie auf den Herbst.

Verkommt das Pflanzgut?

Der VDF befürchtet nun, dass wertvolles Pflanzgut verkommt. VDF-Geschäftsführer Alain Paul: „Wenn nur ein Drittel oder ein Viertel der Pflanzen ungenutzt bleibt – dann wären das über 50 Mio. Pflanzen.“ Er betont, dass es keine Veranlassung gibt, die Waldarbeit einzustellen. Sie ist möglich, wenn die Mitarbeiter 2 m Abstand zueinander einhalten.“ Er weist zudem darauf hin, dass der Aufenthalt und die Arbeit an der freien Luft auch aus Sicht von Virologen kein Problem ist.

Apell an Entscheidungsträger

Die Forstbaumschulen appellieren daher an die Entscheidungsträger in der Forstwirtschaft: „Helfen Sie zu vermeiden, dass wertvolles Pflanzgut verkommt! Sprechen Sie mit Ihren Lieferanten oder kontaktieren Sie die VDF-Geschäftsstelle. Wenn Automobilwerke die Produktionen aussetzen, dann führt das zu einer Verzögerung der Produktion, aber bei Forstbaumschulen handelt es sich um verderbliche Ware, die nicht geparkt werden kann.“

VDF/Red.

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