Holzverkauf und Holzpreise

Ortenauer Submission: Eiche plus 30 %

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Bei der diesjährigen Ortenauer Submission am 8. März wurde mit insgesamt 1.609 Fm fast genau die gleiche Menge angeboten wie im Vorjahr. Dem Trend folgend legten die Eichenpreise deutlich zu.

Insgesamt beteiligten sich an der Submission 31 Kunden aus Deutschland, Frankreich und Österreich (Vorjahr 26), die alle auch Zuschläge erhielten. Nicht beboten wurden mit 103 Fm ca. 6 % des angebotenen Holzes. Etwa die Hälfte davon waren Kastanienstämme, die zu starke Ringschäle zeigten. Der Rest verteilt sich auf kleinere Mengen verschiedener Holzarten.

Eiche 30 % teurer

Der Durchschnittserlös über alle Baumarten hinweg stieg um 36 % von 286 auf 389 €/Fm.

Bei der Eiche (SEi + TEi), bei der die angebotene Menge mit 735 Fm geringfügig höher war als im Vorjahr, lag der Erlös mit 560 €/Fm um 30 % über dem Vorjahreswert von 434 €/Fm. Dabei stieg der Erlös bei Stieleiche um 142 €/Fm auf 594 €/Fm, die Traubeneiche, die den deutlich geringeren Teil ausmachte, um 165 € auf 519 €/Fm.

Auch bei der Esche stieg der Erlös kräftig um 42 € auf 176 €/Fm an, was einer Steigerung von 32 % entspricht. Trotz des fortschreitenden Eschentriebsterbens konnte mit knapp 400 Fm fast die gleiche Menge wie im Vorjahr angeboten werden.

Kastanie immer beliebter

Einen gewaltigen Sprung von 173 auf 385 €/Fm (+123 %) machte die Kastanie, wobei geringere Qualitäten im Gegensatz zum Vorjahr weniger beboten wurden. Das Ergebnis zeige, dass Esskastanie als Wertholz mehr und mehr gefragt ist. Auch die Roteiche machte einen Sprung um 47 € auf 243 €/Fm (+24 %).

Spitzenstämme

Spitzenstamm der Submission war eine Stieleiche aus dem Gemeindewald Willstätt mit 2.089 €/Fm gefolgt von einer weiteren Stieleiche aus dem Stadtwald Rheinau mit 1.429 €/Fm sowie einem Bergahorn vom Staatswald (1.385 €/Fm) und einer Esskastanie aus dem Privatwald (1.368 €/Fm). Acht weitere Stämme erzielten Erlöse im vierstelligen Bereich.

Quelle: LRA OG