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Ohne die 95 läuft bald nichts mehr

Ohne die 95 läuft bald nichts mehr

Jetzt ist es höchste Zeit. Ab dem 10. September verlangt das Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz (BKrFQG) von jedem Lkw-Fahrer den Nachweis einer 35-stündigen Weiterbildung. Ausnahmen gibt es nur sehr wenige. Neben Polizei, Militär und Sanitätern dürfen auch Handwerker ihr eigenes Material und Werkzeug auf die Baustelle transportieren, so lange der Transport nicht die Haupttätigkeit ist. Insofern muss auch der gewerbliche Selbstwerber, der eigentlich nur sein eigenes Holz transportiert, seine Fahrer zu den Lehrgängen schicken. Üblicherweise sind das fünf einzelne Tage je sieben Stunden.Es gibt allerdings für manche Führerscheinbesitzer noch eine Übergangsfrist: Wenn der Führerschein zwischen dem 10. September 2014 und dem 10. September 2016 abläuft, muss man die Weiterbildung erst zu diesem Ablauftermin nachweisen. Diese Möglichkeit hat Deutschland geschaffen, damit man den Weiterbildungsturnus mit der regelmäßigen Verlängerung des Führerscheins synchronisieren kann. Mit dem Nachweis der Lehrgangsteilnahme bekommt man die Schlüsselzahl „95“ in den Führerschein eingetragen.Unsere Nachbarländer haben die EU-Richtlinie 2003/59/EG, auf der diese Regelung basiert, allerdings schon konsequent umgesetzt. Bei grenzüberschreitenden Fahrten gibt es demnach keine Übergangsfrist bis 2016 mehr.

SVG Stuttgart /H.Höllerl

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