Forstpolitik

Offener Brief: Waldbesitzende fordern schnelle Mittelfreigabe von Özdemir

Bearbeitet von Jörg Fischer

Angesichts der großen Waldschäden der letzten Jahre in Deutschland fordern die AGDW – Die Waldeigentümer (AGDW) und die Familienbetriebe Land und Forst (FabLF) eine schnelle Freigabe der zugesagten Fördermittel. Zu diesem Zweck haben die Verbände sich mit einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir gewandt.

Özdemir habe im Rahmen der Sonderkonferenz der Agrarminister selbst den Wald als natürliche Klimaanlage bezeichnet, heißt es in dem Schreiben der beiden Verbände. Die Schäden (…) hätten sich regelrecht in die Landschaft eingebrannt. Diese Aussage sei richtig und wichtig, um den Stellenwert des Waldes im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstreichen. Doch nun müssten diesen Worten auch taten folgen, so die Verbände weiter.

Den Waldbesitzenden gehe es mit der Umsetzung der Honorierung von Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen im Wald zu langsam. Daher fordern AGDW und FabLF den Bundeslandwirtschaftsminister auf, die für 2022 bereitgestellten 200 Mio. € Fördermittel zügig freizugeben.

Bereits Mitte Mai hatte Özdemir beim Sondertreffen der Länderagrarminister angekündigt, zügig mit dem ersten Modul des Honorierungssystems zu starten. Das hatten auch die Länder unterstützt. Doch offenbar ist die Ressortabstimmung mit dem Umweltministerium immer noch nicht beendet.

Waldbesitzende appellieren an Özdemir

Die 900 Mio. € in dieser Legislaturperiode bis 2026 seien angesichts der immensen Aufwendungen, die in den kommenden Jahren für die nachhaltige Waldgestaltung notwendig werden, ein „erster Schritt in die richtige Richtung“. Der Wald habe keine Zeit mehr, auf die so dringend nötige Unterstützung zu warten.

Die Verbände beschließen das Schreiben an den Bundeslandwirtschaftsminister mit einem klaren Appell: „Wir können im Namen der Waldbesitzenden nur dringend an Sie appellieren, Ihren entschlossenen Worten die schnelle Umsetzung folgen zu lassen. Die budgetierten, nicht übertragbaren Gelder für dieses Jahr dürfen auf keinen Fall verfallen.“ Die Mittel müssten jetzt dort ankommen, wo sie dem Klima und damit der Allgemeinheit helfen.

Den offenen Brief in voller Länge lesen Sie hier.

Mit Material von BLW, AGDW und FabLF