Holzverkauf und Holzpreise

Offenburger Submission: Eschenmenge halbiert, Eiche teurer

von Marc Kubatta-Große

Auf der diesjährigen Offenburger Submission wurden 1.373 Fm aus dem Staats- Kommunal- und Privatwald des Ortenaukreises angeboten. Die Menge lag damit 600 Fm unter der Vorjahresmenge und 1.000 Fm unter der Rekordmenge von 2019.

Hauptgrund für den Rückgang der Angebotsmenge ist die deutlich geringere Menge an Esche, die mit 640 Fm nur bei der Hälfte des Vorjahresangebots lag. Dieser Trend wird sich weiter so fortsetzen, da ein Großteil der Eschenbestände aufgrund des Eschentriebsterbens inzwischen genutzt wurde.

Mehr Eiche und trotzdem teurer

Dagegen stieg das Angebot an Eiche um 15 % auf 525 Fm. Um gut 50 % höher als im Vorjahr war auch das Angebot an Roteiche mit 127 Fm. Das Holz wurde von insgesamt 33 Kunden (Vorjahr 30) aus Deutschland, Frankreich und Österreich beboten, von denen 31 auch Zuschläge erhielten. Nicht beboten wurden 38 Fm (knapp 3 %) verteilt auf acht verschiedene Baumarten

Der Erlös bei Stieleiche lag mit 506 €/Fm bei 118 % des Vorjahresniveaus, während die Traubeneiche mit 542 €/Fm etwas unter dem letztjährigen Ergebnis lag (91 %), dies allerdings bei einer relativ geringen Angebotsmenge von 88 Fm. Insgesamt lagen die beiden Eichenarten zusammen mit 512 €/Fm deutlich über dem Vorjahresniveau von 473 €/Fm.

Esche und Roteiche leicht über Vorjahr

Bei der Esche stieg der Preis um etwa 7 € auf 160 €/Fm, den im Schnitt leicht besseren Qualitäten und stärken Dimensionen gegenüber dem Vorjahr geschuldet ist. Eine gewisse Aussagekraft haben noch die Erlöse von Roteiche (223 €/Fm), die im Schnitt etwa 8 € über dem Vorjahreswert lagen. Bei allen anderen Baumarten waren die Mengen zu gering, um daraus Markttendenzen abzuleiten.

Von eingeschränkter Aussagekraft ist der Anstieg des durchschnittlichen Gesamterlöses um fast 75 €/Fm auf 305 €/Fm, da sich hier neben den höheren Erlösen bei den einzelnen Baumarten vor allem auch die starke Veränderung der Mengenanteile weg von der Esche hin zur Eiche hin ausgewirkt hat.

Stitzenstämme und Besonderheiten

Spitzenstamm der Submission war eine Walnuss aus dem Privatwald mit 1.189 €/Fm gefolgt von einer Traubeneiche aus dem Stadtwald Zell a.H. (1.169 €/Fm) und zwei weiteren Traubeneichen der Stadt Lahr (1.039 und 1.029 €/Fm). Besonderheiten im Angebot waren eine Atlaszeder, die 356 €/Fm erlöste sowie ein Baumhaselstamm, dessen Erlös bei 283 €/Fm lag.

Ergebnisse der Offenburger Submission 2021

Offenburger Submission 2021
Daten: Landratsamt Ortenaukreis
Quelle: LRA OG