ABO

Österreichs Sägeindustrie verliert durch fehlenden Rohstoff Marktanteile

„Zwischen 2011 und 2015 wuchs der weltweite Verbrauch von Nadelschnittholz um 40 Mio. m³. Österreichs Sägeindustrie trug jedenfalls nichts dazu bei – weitgehend aufgrund nicht ausreichend Bauholzqualitäten aus den heimischen Wäldern“, betonte Rainer Handl, zuständig für das Referent für Rohstoffmanagement im Fachverband der Holzindustrie, auf den Wald-Holz-Gesprächen in Kuchl (23.11.2016). Dabei hätten österreichische Unternehmen durch realisierte Leuchtturmprojekte etwa in London/UK, Melbourne/AUS und Spitzbergen/NO in Holzbauweise alle Chancen der Welt. „Wir bekommen nicht ausreichend hochwertiges Rundholz aus den heimischen Wäldern, um etwa Deckschichten für global sehr gefragtes BSP zu fertigen. Dies erklärt auch die hohen Steigerungen Nadelschnittholz-Importen“, erklärte Handl.
Dass Österreichs Sägeindustrie derzeit nicht auf Hochtouren produziere, käme ihr zumindest jetzt bei dem immer noch sehr verhalten laufenden Italienmarkt zugute. Dort wurden in den letzten sieben Jahren rund 50 % an Verkaufsvolumen verloren, betonte Handl. Die bisherigen Mengen konnten teilweise auf andere Märkte wie Deutschland und Japan umgeschichtet werden. Für schlechtere Qualität war bis zum Sommer die Levante ein willkommener Absatzmarkt.
timber-online.net

Auch interessant

von