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Österreichischer Biomasse-Verband: Holzbau sowie Bioenergie massiv forcieren

Österreichischer Biomasse-Verband: Holzbau sowie Bioenergie massiv forcieren

„Damit nicht der russische Präsident Vladimir Putin bestimmt, ob es in unseren Haushalten im Winter warm bleibt, müssen wir die Zuwächse in unseren Wäldern nutzen und den Holzbau sowie die Bioenergie massiv forcieren. Ein modernes Holzhaus kann mit den Nebenprodukten aus dessen Herstellung 70 Jahre lang beheizt werden“, illustriert Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes, die Abhängigkeit von der Erdgasversorgung.
Die Errichtung und der Ausbau von Biomasseheizwerken sind in den vergangenen Jahren in Österreich zügig vorangeschritten. Die bei weitem überwiegende Mehrheit der Anlagen steht wirtschaftlich auf soliden Beinen. So die Einschätzung von Horst Jauschnegg und Ludwig Schurm, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Biomasse-Nahwärme (ABiNa).
Biomasse-Nahwärmeanlagen sind sauber, kundenfreundlich und rentabel
Derzeit gibt es in Österreich mehrere tausend Biomasse-Nahwärmeanlagen, die zehntausende Haushalte mit sauberer und umweltfreundlicher Biowärme versorgen. Kleinere und mittlere Biomasse-Anlagen lassen sich sicher mit Biomasse aus der Region versorgen, schaffen Arbeitsplätze sowohl in der Land- und Forstwirtschaft als auch im Gewerbe und in der Industrie. Die Anlagen genießen hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Vielfach werden Biomasse-Nahwärmeanlagen als Genossenschaft geführt. Ziel der Betreiber ist somit nicht die Gewinnmaximierung, sondern eine nachhaltige und sichere Versorgung der Kunden mit leistbarer Wärme.
Durch das im Jahr 2007 eingeführte Qualitätsmanagementsystem für Biomasseheizwerke konnten die Förderungen noch zielgerichteter und ergebnisorientierter vergeben werden. Durch das Qualitätsmanagement kann sichergestellt werden, dass nur noch rentable Anlagen eine Förderung erhalten. Somit konnte die finanzielle Lage aller geförderten Anlagen verbessert werden, so Schurm.
Der kürzlich vorgestellte Bericht des Salzburger Landesrechnungshofes stellt zudem den Emissionen der Biomasse-Anlagen ein gutes Zeugnis aus. Bei allen im Jahr 2013 untersuchten Anlagen lagen die Emissionen unter den geforderten, ohnehin sehr strengen Werten der Feueranlagenverordnung.
In der Arbeitsgemeinschaft Biomasse-Nahwärme (ABiNa) sind unter dem Dach des Österreichischen Biomasse-Verbandes die Landes-Heizwerksverbände von Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Niederösterreich, Salzburg, Burgenland und Tirol vertreten. Ein Ziel der ABiNa ist eine starke Interessensvertretung für alle Heizwerke auf Bundesebene.
Österreichischer Biomasse-Verband

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