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Mitarbeiter der Österreichischen Bundesforste bei Aufforstungsarbeiten in Steillage Mölltal/Kärnten. Foto: ÖBf/Johann Groder

Österreichische Bundesforste ziehen Aufforstungs-Bilanz

Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) haben eine Bilanz über ihre diesjährigen Aufforstungen gezogen. „2013 wurden in Summe wieder über 3 Mio. Jungbäume in unseren Wäldern gesetzt“, fasst Georg Erlacher, Vorstand der ÖBf, zusammen. Vor allem im alpinen Raum und im Gebirge sind die Aufforstungen mit hohem Aufwand verbunden. „Alle Pflanzen werden von Hand gesetzt. Das stellt im Hochgebirge und in steilen Lagen eine große Herausforderung dar.“ Nach der Pflanzsaison im Frühjahr wurden nun im Herbst die letzten Jungbäume ausgebracht.
„Alleine heuer haben wir knapp 12 Mio. € in den Waldbau und die Waldpflege investiert“, erklärt Erlacher. „Die Investitionen in den Wald bleiben damit auf dem hohem Niveau der Vorjahre.“ Das heurige Waldjahr war von einer extremen Trockenperiode im Sommer gekennzeichnet. Der Wald hat jedoch, von Zuwachsverlusten abgesehen, bisher keinen größeren Schäden erlitten.
Mehr als 170 Mio. € in den Wald investiert
Gesunde und intakte Wälder brauchen sorgfältige Waldpflege und regelmäßige Aufforstungen, um den Bestand für die Zukunft zu sichern. In den letzten 15 Jahren wurden über 170 Mio. € in den Wald investiert. Die Investitionen fließen zu einem Großteil in das Setzen von Jungbäumen, in den Schutz der Jungpflanzen vor Wildverbiss, aber auch in Kulturpflege wie das regelmäßige Aus- und Freischneiden von Pflanzen oder Schutz vor Waldschädlingen. Die zuletzt verstärkt auftretenden Wetter-Extreme – allein vier große Windwürfe und zwei Hochwasser in den letzten elf Jahren – verursachen zusätzliche Kosten. Das Hochwasser im Juni 2013 richtete insbesondere in Oberösterreich, Salzburg und Tirol Schäden in Millionenhöhe an.
„Der Klimawandel ist eine unserer größten Herausforderungen im 21. Jahrhundert“, stellt der Vorstandssprecher fest. „Seit einigen Jahren schon beobachten wir Veränderungen in unseren Wäldern. Wir arbeiten eng mit Wissenschaft und Forschung zusammen und setzen laufend Maßnahmen wie etwa die Auswahl klimaangepasster Baumarten.“
Schwerpunkt der Aufforstungen
 
2013 lag der Schwerpunkt der Aufforstungen mit knapp über 1 Mio. Jungbäumen in Oberösterreich (32 %), gefolgt von Salzburg mit über 700.000 Pflanzen (23 %) und der Steiermark, dem waldreichsten Bundesland, mit über 600.000 Pflanzen (20 %).
Als Maßnahme gegen den Klimawandel werden vermehrt sturmresistente Lärchen gepflanzt, weil sie aufgrund ihrer Wurzelausbildung Stürmen besser standhalten. Über ein Drittel aller 2013 gepflanzten Jungbäume waren Lärchen (37 %), der Anteil an Fichten, der in Österreich am häufigsten verbreiteten Baumart, betrug 57 %. Im Sinne der Artenvielfalt wurden auch weitere Baumarten gepflanzt wie Tanne, Zirbe, Eiche oder Ahorn.
Für jeden Mitarbeiter einen Baum
Im heurigen Jubiläumsjahr der forstlichen Nachhaltigkeit – 300 Jahre seit Ersterwähnung des Begriffs durch Carl von Carlowitz 1713 – starteten die Österreichischen Bundesforste erstmals auch eine interne Aufforstungsaktion und setzten für jeden der rund 1200 Mitarbeiter einen Baum. Gepflanzt wurden dabei abseits der regulären Aufforstungen alte und selten gewordene Wildobstbäume wie Wildapfel, Wildbirne, Speierling oder Elsbeere, aber etwa auch die Eibe, der Baum des Jahres 2013.
Österreichische Bundesforste
Mitarbeiter der Österreichischen Bundesforste bei Aufforstungsarbeiten in Steillage Mölltal/Kärnten. Foto: ÖBf/Johann Groder Aufforstungsarbeiten im Salzburger Lungau. Foto: ÖBf-Archiv Aufforstung nach Windwurf bei Faistenau

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