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Österreich: Rohstoff Holz heiß begehrt

Unter dem Motto „Rohstoff Holz – heiß begehrt“ fand der 16. Österreichische Biomasse-Tag im Schloss Weinzierl in Wieselburg statt. Zentrale Themen der Veranstaltung waren die Rohstoff- Versorgungssicherheit und die Holzvergasungs-Technologie.

Landesrat Stephan Pernkopf betonte, dass die Biomasse der absolut richtige Weg sei, der Kostenfalle Heizöl zu entfliehen und gleichzeitig die CO2-Emissionen zu reduzieren.

„Der Einsatz von Holz ist nicht unbegrenzt steigerbar, wodurch wir uns auch nach anderen Rohstoffquellen umsehen müssen, zum Beispiel Kurzumtrieb und landwirtschaftlichen Reststoffe“, berichtete Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes. Ein weiterer Diskussionspunkt sind für Jauschnegg die übertriebenen Naturschutz-Forderungen: „Wir müssen uns überlegen, ob wir es uns künftig leisten können, Flächen einfach stillzulegen. Von der Gesellschaft wird mehr erneuerbare Energie gefordert, jedoch wird diesen Bestrebungen gleichzeitig der Boden unter den Füßen weggezogen.“

„Holz bleibt auf allen Ebenen der wichtigste erneuerbare Energieträger“, erklärte Kasimir Nemestothy, Energieexperte der LK Österreich. Auf globaler Ebene trägt Holz zu 70 % zum Gesamtaufkommen an erneuerbarer Energie bei. In Österreich steht Holz mit einem Anteil von rund 41 % deutlich vor der Wasserkraft an der Spitze der erneuerbaren Energie. Während die Ölreserven der EU rasant wegbrechen und die europäische Ölproduktion keine Zukunft hat, sind die Holzvorräte der EU um 5,3 Mrd. Festmeter innerhalb von 20 Jahren angestiegen. Dieser Anstieg ist höher als die gesamte verbleibende europäische Ölreserve, die deutlich unter fünf Milliarden Festmeteräquivalent liegt.

LK NÖ

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