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Österreich: Renaissance der Holzvergaser

Österreich: Renaissance der Holzvergaser

Mit seiner neuen Publikation „Wärme und Strom aus Holz“ widmet sich der Österreichische Biomasse-Verband einer Technologie, deren Anfänge bis auf das Jahr 1786 zurückgehen: die Holzvergasung.
Heute bietet dieses Verfahren vor allem in Kombination mit Biomasse-Nahwärmeanlagen eine Chance zur klimafreundlichen Energieversorgung und zur Erzielung zusätzlicher Wertschöpfung in der Region.
Holzgas-KWK-Anlagen können auch in kleinen Leistungsbereichen mit hohen elektrischen Wirkungsgraden betrieben werden. Die Potenziale sind beträchtlich: Die Umstellung geeigneter Anlagen von der alleinigen Wärmeproduktion auf die kombinierte Wärme- und Stromerzeugung würde in etwa der Ökostromproduktion aller derzeit in Österreich installierten Photovoltaik-Anlagen entsprechen.
Wichtiger Beitrag zur Vermeidung fossiler Energieimporte
Gerade im Winter steht in Österreich aufgrund der niedrigen Pegelstände der Flüsse und geringer Sonneneinstrahlung nur wenig Ökostrom zur Verfügung. Darum basiert unsere Stromversorgung in dieser Zeit auf dem Betrieb von Kohle- und Gaskraftwerken sowie Stromimporten. In kalten Wintermonaten stammen rund 60 % des in Österreich benötigten Stroms aus diesen Quellen. Strom aus Holzgas-KWK-Anlagen leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit sowie zur Vermeidung von Energieimporten. Das Potenzial für Holzgas-KWK-Anlagen liegt vor allem in ländlichen Regionen, oft fernab von Großkraftwerken.
Vom Opel Blitz zur regionalen Wärme- und Stromerzeugung
Sehr anschaulich dargestellt ist im Faltblatt die geschichtliche Entwicklung der Technologie, die auf den französischen Ingenieur Philipp Lebon zurückgeht. Lebon stellte die Effekte der Holzdestillation im Jahr 1786 der Öffentlichkeit vor und meldete 1801 ein Patent für einen Gasmotor an. Im Zweiten Weltkrieg wurden vor allem in Deutschland Kraftfahrzeuge mit Holzvergasern betrieben, die mit Brennholz befüllt wurden – ein bekanntes Modell war der Opel Blitz.
Mittlerweile sind kommerziell ausgereifte Vergaser Stand der Technik und stellen mehr als 8.000 Stunden im Jahr CO2-neutral Wärme und Strom bereit.
Das Faltblatt im DIN A4-Format umfasst acht Seiten und ist durchgehend in Farbe gehalten. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen die Inhalte. Anhand einer Grafik zur Wirtschaftlichkeitsabschätzung können Interessenten für ihre jeweilige Ausgangssituation herausfinden, bei welchem Einspeisetarif sich Anlagen – in Abhängigkeit von Investitionskosten und Wärmepreis – innerhalb von zwölf Jahren amortisieren können.
Das Faltblatt „Wärme und Strom aus Holz“ wurde vom Österreichischen Biomasse-Verband mit fachlicher Beratung des Biomasseverbandes OÖ, des Management Center Innsbruck sowie von in der Technologie führenden Unternehmen erstellt. Bestellt werden bzw. Heruntergeladen kann das Druckwerk beim Österreichischen Biomasse-Verband.
Österreichischer Biomasse-Verband/PL

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