Holzverkauf und Holzpreise

Österreich: Rekordeinschlag, aber weniger Schadholz

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Der Holzeinschlag ist gestiegen, der Schadholzanteil zurückgegangen, das ist die Kurzfassung des Ergebnisses der Holzeinschlagsmeldung für 2021, die das österreichische Bundeslandwirtschaftsministerium jährlich herausgibt.

Der neue Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, der kürzlich die zurückgetretene Elisabeth Köstinger abgelöst hat, betonte, dass die Herausforderungen für die Forstwirtinnen und Forstwirte durch Trockenheit und Borkenkäfer groß bleiben.

Weniger Schadholz

Konkret wurden 2021 im österreichischen Wald 18,42 Mio. Erntefestmeter ohne Rinde (Efm) eingeschlagen. Der Holzeinschlag lag damit 1,63 Mio. Efm oder 9,71 % über dem Wert von 2020. Entspannung gab es beim Schadholz: Mit 6,04 Mio. Efm lag dessen Anteil bei 32,81 % und damit um ein Drittel niedriger als 2020. Gleichzeitig lag der Schadholzanfall 30 % unter dem 5-Jahres-Durchschnitt (8,62 Mio. Efm) und 10 % unter dem 10-Jahres-Durchschnitt (6,72 Mio. Efm).

26,6 % des Einschlages entfielen auf Energieholz (Brennholz und Waldhackgut), der Anteil des Sägerundholzes betrug 56,6 %, der des Industrierundholzes 16,8 %. Der Anteil des Nadelholzes am Gesamteinschlag betrug 2021 85 %, der des Laubholzes 15 %.

Kleinwald hat mehr eingeschlagen

Die Steigerung beim Gesamteinschlag ist auf die stärkere Nutzung im Kleinwald (Waldfläche unter 200 ha) und auf die Österreichische Bundesforste AG (ÖBf) zurückzuführen. Im Kleinwald betrug der Einschlag 10,85 Mio. Efm, was einem Plus von 17 % gegenüber 2020 entspricht. Der Anteil des Kleinwaldes am Gesamteinschlag betrug 59 %.

Die ÖBf erhöhte den Einschlag um 4,5 % auf 1,84 Mio. Efm. Der Anteil der Bundesforste am Gesamteinschlag betrug 10 %.

Bei den Betrieben (Waldfläche ab 200 ha, ohne ÖBf) verringerte sich der Gesamteinschlag gegenüber dem Erhebungsjahr 2020 um 0,8 % auf 5,74 Mio. Efm. Der Anteil am Gesamteinschlag lag bei 31 %.

Anstieg bei Holzpreisen

Für das Leitsortiment (Blochholz Fichte/Tanne, Klasse B, Media 2b) zahlten die Sägewerke 2021 im Jahresdurchschnitt 100,48 €/Fm, das sind 38 % mehr als 2020. Für andere Sortimente sind jedoch auch gegenteilige Trends feststellbar – bei Faser- und Schleifholz (Fichte/Tanne) gab es etwa leichte Rückgänge um 1,1 % bzw. 0,5 %.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des BMLRT.

Quelle: BMLRT