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Österreich: Papierindustrie im 1. Halbjahr 2014

Österreich: Papierindustrie im 1. Halbjahr 2014

Nach den Mengenverlusten im vergangenen Jahr ging es der Papierindustrie in Österreich mit Aufträgen im 1. Halbjahr 2014 wieder besser.
Unerfreulich ist dabei jedoch, dass sich die Durchschnittserlöse seit Jahresbeginn schwach zeigen und der Umsatz der Branche nach zwei Quartalen sogar zurückfiel. So die Einschätzung der Experten von Austropapier – Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie.
Die Holzversorgungslage für die Zellstofffabriken war im 1. Halbjahr 2014 zufriedenstellend, auch wenn sich an der grundlegenden Problematik der Holzversorgung wenig geändert hat.
International haben österreichische Papierindustrie-Unternehmer an Bedeutung gewonnen. Nachdem der Konzern von Alfred Heinzel die Fabrik für Magazinpapiere in Laakirchen 2013 von der schwedischen SCA übernommen hatte, gab es im 1. Halbjahr 2014 zwei Akquisen in Deutschland. Cord Prinzhorn schloss den Kauf einer Wellpappepapier-Fabrik in Recklinghausen (Ruhrgebiet) ab, im Mai folgte die Einigung zwischen StoraEnso und Ahmad Porkar von Brigl&Bergmeister, den Feinpapier-Standort Uetersen (Holstein) zu übernehmen.
Blick auf Europa
 
Mit den Zahlen zum Halbjahr stehen die österreichischen Standorte besser da, als die europäischen Wettbewerber. Besonders im Bereich der Presse- und Druckpapiere blieben Nachfrage und Maschinenauslastung trotz Schließung mehrerer Standorte in anderen europäischen Ländern schwach.
Der Markt für grafische Papiere ist nun schon seit fünf Jahren rückläufig, dabei haben sich jedoch zwei Trends abgelöst: War der dramatische Rückgang ab 2009 noch hauptsächlich durch einen „Double-dip“ der internationalen Wirtschaft verursacht, ist mittlerweile ein Strukturwandel in der Papiernachfrage ausschlaggebend.
Die Substitution von Print- zu elektronischen Medien hat einige Papiersorten in Bedrängnis gebracht, wenn auch zuletzt nicht mehr so stark. Dennoch ist Kommunikation auf Papier weiterhin marktbeherrschend, beim Leser und für Werbetreibende. Laut des Wiener Marktforschungsinstitutes Focus wurden auch im abgelaufenen Jahr zwei Drittel aller Spendings von insgesamt über 4 Mrd € in Österreich für Werbung mit und auf Papier ausgegeben.
Austropapier

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