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Österreich: Naturschutz-Großprojekt in Bundesforste-Wäldern

Österreich: Naturschutz-Großprojekt in Bundesforste-Wäldern

Ein österreichweit einzigartiges EU-LIFE-Projekt starten die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) in den Wäldern und Bergen des Ausseerlandes in der Steiermark. Auf rund 24.000 ha Naturflächen im Gebiet des steirischen Dachsteinplateaus und des Toten Gebirges werden in den nächsten sechs Jahren umfangreiche Naturschutzmaßnahmen gesetzt und die Flächen ökologisch weiterentwickelt. Dabei stehen einerseits der Erhalt wertvoller Ökosysteme im Naturschutzgebiet von alpinen Waldgesellschaften bis hin zu Gewässerverbesserungen in Talnähe im Vordergrund. Erstmals werden auch aktiv die Lebensräume schützenswerter Tierarten über die Grenzen von Siedlungs- und Wirtschaftsgebieten hinweg großräumig vernetzt.
„Das LIFE-Projekt im Ausseerland ist das größte seiner Art in der Geschichte der Bundesforste. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir in den nächsten sechs Jahren intensiv an der Weiterentwicklung alpiner Waldgesellschaften, der Renaturierung von Feuchtgebieten und der Errichtung von Öko-Korridoren für schützenswerte Arten arbeiten“, so Georg Erlacher, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste.
Das Projekt läuft bis 2019, das Projektgebiet erstreckt sich auf eine Gesamtfläche von 45.000 ha. Das Projektvolumen beträgt etwa 5,7 Mio. €. Rund die Hälfte wird über das EU-Programm LIFE Nature finanziert, mehr als ein Drittel bringen die Österreichischen Bundesforste in Eigenleistung ein.

Mehr Vielfalt im Naturwald

„In vielen Waldgebieten der Projektregion haben übermäßige Nutzung aus vergangenen Jahrhunderten sowie die großen Windwürfe der letzten zehn Jahre samt Folgeschäden durch den Borkenkäfer tiefe Spuren hinterlassen. Wir fördern die natürliche Verjüngung der Baumbestände im Naturschutzgebiet und unterstützen ihre Vielfalt durch gezielte Anpflanzungen. Damit werden unsere Waldgesellschaften widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen des Klimawandels“, erklärt Erlacher. Zusätzlich wird der Anteil an im Wald belassenem Totholz in einigen Gebieten gezielt erhöht, da dieses vielen, teils gefährdeten Tierarten als wichtige Lebensgrundlage dient.

Die Gebiete am östlichen Dachstein und im steirischen Toten Gebirge gelten vor allem als international anerkannte Gebiete für Raufußhühner wie das Auerhuhn und Birkhuhn. In diesem Umfang erstmals schaffen die Bundesforste sogenannte ökologische Korridore, die intakte Lebensräume vernetzen und den genetischen Austausch zwischen den Raufußhuhn-Populationen sicherstellen.

Ein dritter Projektschwerpunkt umfasst das Thema Gewässermanagement. Im Zentrum stehen die Renaturierung von Moorgebieten und Feuchtwiesen bei Bad Mitterndorf. Gemeinsam mit der Revitalisierung von 15 Flusskilometern der Salza werden Lebensräume für gefährdete Arten erhalten, erweitert und erstmals auch verbunden.

Österreichische Bundesforste

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