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Österreich: Holzmarkt im Tiroler Nichtstaatswald Mai 2012

Im Mai ist die Holzernte in Tirol voll angelaufen. Vor allem das Winterschadholz wird im ganzen Land mit Hochdruck aufgearbeitet. Der attraktive Holzpreis hat sicher einiges dazu beigetragen, dass die Aufarbeitung so rasch erfolgt.

Der Preis für das Hauptsortiment ist im Mai geringfügig gestiegen: Fichten-Blochholz B/C Mischpreis Stärkeklasse 2a-3b erzielt 95,20 €/Fm (gegenüber dem Vormonat +1,7 %). Der Mischpreis für Kiefern-Blochholz B/C liegt bei 70,25 €/Fm (-1,3 %). Der Preis für die Tanne ist gut und profitiert vom guten Fichtenpreis: Blochholz B/C Mischpreis kommt auf 84,32 €/Fm. Fichten-Schwachbloche Güteklasse B/C erzielen 74,77 €/Fm (-0,6 %). Der Brennholzpreis ist im Monat Mai 2012 stark gefallen und liegt für Brennholz weich bei 32,06 €/Fm (-7,4 %).  Industrieholz Fi (IS, IF, I2, ID, IM, IP) erlöst im Mai durchschnittlich 36,78 €/Fm.

Der Tiroler Rundholzpreisindex ist im I. Quartal 2012 mit -3,9 % gegenüber dem IV. Quartal 2011 deutlich gefallen. Der aktuelle Wert liegt damit aber immer noch über dem langjährigen Durchschnitt. Die der Berechnung zu Grunde liegenden Durchschnittspreise für das Fi-Standardsortiment (Güteklasse B/C; Stärkeklassen 2a bis 3b) lagen im I. Quartal 2012 bei 93,03 €/Fm, im IV. Quartal 2011 bei 96,82 €/Fm. Der Brennholzpreisindex (Jahr 2005=100 %) für das I. Quartal 2012 beträgt 193,3 % (gegenüber dem IV.Quartal 2011 sind das -4,9 %).

Alle Preise verstehen sich frei Waldstraße exkl. Umsatzsteuer.
 
Tiroler Sägeindustrie zur aktuellen Holzmarktlage
 
Rundholzversorgung ist reicht von guter Versorgung bis hin zu Rundholzknappheit. Obwohl die Preise sich etwas stabilisiert haben, können die Betriebe mit den derzeitigen Rundholzpreisen aufgrund der Schnittholzabsatzsituation nach wie vor nicht das Auslangen finden. Auf Dauer ist der derzeitige Rundholzpreis einfach noch zu hoch. Zudem ist österreichweit in den ersten Monaten 2012 ein starker Rückgang des Holzeinschlages im Privatwald festzustellen.
 
Die Absatzseite hat sich in den letzten Wochen unerfreulich entwickelt. Der „Hausmarkt Italien“ befindet nach wie vor auf tiefstem Niveau. Der Baubereich ist praktisch nicht existent. Eine Schnittholzpreisanpassung in Italien scheint kaum möglich zu sein.
Die Übersee- und asiatischen Märkte entwickelten sich laut Berichten besser. Das größte Problem ist jedoch, dass in diesen Ländern die mitteleuropäischen Schnittholzpreise durchweg nicht konkurrenzfähig sind. Insgesamt drückt sich das auch in einem rückläufigem Nadelschnittholz-Export in den ersten Monaten um 7 % und einem verstärkten Nadelschnittholz-Import um 6 % aus. Auf diese Entwicklung reagierten die Sägewerke mit eine Rücknahme der Einschnittkapazitäten. Marktorientierter und nicht produktionsorientierter Einschnitt steht mehr denn je im Vordergrund.

Abt. Forstorganisation

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