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Österreich: Holzmarkt in Tirol

Der Holzmarkt in Tirol ist noch ruhig. In Osttirol wird die extreme Schneehöhe die Einschlagstätigkeiten noch eine Zeitlang bremsen. Bisher sind keine nennenswerten Schadholzmengen gemeldet worden. So die Abteilung Forstorganisation der Tiroler Landesregierung in ihrem Holzmarktbericht für Februar 2014.
Der Preis für Fichten-Blochholz B/C Stärkeklasse 2a bis 3b ist mit 105,28 €/m³ stabil geblieben. Tanne Blochholz B/C erzielt durchschnittlich 95,83 €/ m³. Der Preis für Fichten-Blochholz Güte CX ist im Februar gegenüber dem letzten Monat geringfügig gesunken und liegt bei 77,84 €/ m³. Fichten-Schwachbloche Güte B/C liegen mit 80,43 €/m³ um -2,5 % unter dem Vormonatsdurchschnitt. Brennholz weich erzielte im Februar 34,11 €/ m³ und ist damit um -9,9% im Vergleich zum Vormonat stark gefallen. Alle angegebenen Preise verstehen sich frei Waldstraße exkl. USt.
 
Die Sägebetriebe sind derzeit regional und auch in Mitteleuropa mit Rundholz durchwegs gut versorgt. Trotzdem ist die Nachfrage vorhanden und angebotenes Rundholz wird unverzüglich abgenommen.
Absatzmärkte
Die Absatzsituation ist durchwegs nicht befriedigend. Sämtliche Sortimente, außer derzeit noch die Verpackungsware, stehen unter beträchtlichem Preisdruck. An Preisanpassung ist aufgrund geringer Nachfrage aus dem Hausmarkt Italien, aber auch aus anderen Märkten nicht zu denken. Die gilt nicht nur für die Sägebranche, sondern auch für die Holz verarbeitenden Unternehmen. Der bisher relativ zufriedenstellende Sägerestholzmarkt und Pellets-Absatz kommt auch ins Stocken bzw. entwickelte sich aufgrund der Witterung sehr zurückhaltend. Der Trend zeigt, dass auch hier ein gewisser Preisverfall von den Unternehmen, welcher noch durch die gute Versorgung der Plattenindustrie verstärkt wird, erwartet wird.
Das Auseinanderdriften von Rundholzeinkauf und Absatzmärkten macht eine Rundholzpreisanpassung unweigerlich erforderlich. Die derzeit hohen Rundholzpreise erlauben den Unternehmen kein ausgeglichenes Wirtschaften mehr.

Deshalb wird es notwendig, dass eine Preisanpassung um einige Euro pro Festmeter nach unten erfolgt. Die Preisspitzen müssen abgebaut werden um wieder ein annähernd ausgeglichenes Unternehmensergebnis zu erreichen. Aber auch nach einer Preisanpassung wird der Rundholzpreis für den Verkäufer im Vergleich zu früheren Perioden nach wie vor auf einem gut akzeptablen Niveau bleiben und den weiteren Einschlag und die lückenlose Versorgung der Säger rechtfertigen.

Forstorganisation Tirol/Red.

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