ABO

Österreich: Holzmarkt im Tiroler Nichtstaatswald

Im Holzmarktbericht November 2014 der Abteilung Forstorgansiation des Amtes der Tiroler Landesregierung wird ein ruhiger Holzmarkt im Oktober mit durchweg stabil geblieben oder leicht gestiegenen Rundholzpreisen konstatiert. In Osttirol wurde auch im Oktober im Schnitt 7,92 €m³ weniger für das Standardsortiment Fichte Blochholz B/C gezahlt.
Das Sturmtief „Gonzalo“ vom 21. Oktober hat nach ersten Schätzungen 95.000 Fm Schadholz durch Windwurf und Schneebruch verursacht. Diese Menge sollte vom Markt problemlos aufgenommen werden, daher ist hier keine Auswirkung auf die Holzpreise zu erwarten.
Aus den Durchschnittserlösen im Tiroler Nichtstaatswald: Fichten-Blochholz B/C Stärkeklassen 2a bis 3b kommt auf 100,60 €/m³ (zum Vormonat +0,4 %); Fichten-Blochholz Güteklasse CX erlöst 72,83 €/m³ (-1,5 %). Der Preis für Fichten-Schwachbloche Güte B/C ist leicht auf 75,43 €/ m³ gesunken (-1,7%). Tanne B/C erzielt 93,30 €/m³, +1,4%). Industrieholz Fi (IS, IF, I2, ID, IM, IP) erlöste im Durchschnitt 35,56 €/m³. Der Tiroler Rundholzpreisindex ist im dritten Quartal des Jahres mit 152 % (+0,476 %) gegenüber dem zweiten Quartal 2014 stabil geblieben (2005=100 %). 
Deutlich angestiegen ist der Preis für Brennholz weich: 32,81 €/ m³ (+3,7%). Der Brennholzpreisindex für das dritte Quartal beträgt 187 % und ist gegenüber dem zweiten Quartal 2014 stark gestiegen (+6 %). Bezugsbasis ist der Wert des Jahres 2005 (100 %).
Sägeindustrie zur aktuellen Holzmarktlage
In der Stellungnahme des Fachverbandes der Tiroler Sägeindustrie zur aktuellen Holzmarktlage wird bei vielen Sägewerken eine zufriedenstellende Situation angegeben. Nichts desto trotz richtet die Sägebranche den Appell an die Waldbesitzer, weiterhin Holz einzuschlagen und damit die Versorgung länger als diese derzeit ist, sicherzustellen. Mit den regionalen Rundholzpreisen ist eine Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Absatzmärkten praktisch nicht mehr gegeben. Das Nord-Süd-Gefälle macht sich durch preisgünstiges Rundholz im Norden auf den internationalen Märkten immer stärker bemerkbar. Von Italien wird berichtet, dass die Stimmung nicht so schlecht sei und ein gewisser Aufschwung 2015 erwartet wird.
Kleinere Unternehmen berichten überwiegend von einer positiven Entwicklung des regionalen Marktes in den vergangenen Monaten. Zu erwähnen ist aber, dass die Absatzrückgänge von massivem Bauholz beträchtlich sind.
Forstorganisation Tirol/Red.

Auch interessant

von