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Österreich: Holzmarkt im Dezember 2011

Österreich: Holzmarkt im Dezember 2011

Wie die Landwirtschaftskammer Österreich in ihrem Holzmarktbericht Dezember 2011 informiert, hat aufgrund des anhaltend stockenden Absatzes bei Schnittholz die Sägeindustrie ihre Produktion in den letzten Wochen zurückgenommen. Dies führte zu einem raschen Aufbau der Rundholzlager. Derzeit ist die Anlieferung bei den meisten Sägewerken kontingentiert wodurch es zu Verzögerungen bei der Rundholzabfuhr kommt.

Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist grundsätzlich gegeben, einzelne Abnehmer haben die Preise für Nadelsägerundholz jedoch bereits durch ein Absenken der Preisspitzen angepasst. Die weiterhin angespannte Situation auf den Schnittholzmärkten bewirkt eine ausgeprägte Zurückhaltung bei Vertragsabschlüssen für das erste Quartal 2012. Zur Entlastung der Märkte beabsichtigen die größeren Sägewerke Weihnachtsurlaube und Revisionsstillstände länger als üblich, auf bis zu drei Wochen auszudehnen. Der Holzanfall durch Sturm „Berit“ Ende November in Schweden wird problemlos im Normaleinschlag untergebracht.

Der Absatz von Laubsägerundholz gestaltet sich unterschiedlich. Die Nachfrage nach Rotbuche wird zu weiterhin unattraktiven Preisen auf niedrigem Niveau bedient. Eiche und Pappel sind zu den guten Vorjahrespreisen rege nachgefragt. Anderes Buntlaubholz guter Qualitäten wird in den Bundesländern Steiermark, Nieder- und Oberösterreich primär für die Submissionen der Waldverbände Ende Januar 2012 erzeugt.

Der Industrieholzmarkt stellt sich bei allgemein hohen Lagerständen der Papier- und Plattenindustrie weiterhin differenziert dar. Der Absatz von Schleif- und Plattenholz erfolgt zu stabilen Preisen, die Zufuhr ist jedoch teilweise kontingentiert. Die Abnahme von Faserholz aller Holzarten erfolgt bei stabilen Preisen zügig.

Alle Energieholzsortimente sind weiterhin gut nachgefragt.

LK Österreich

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