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Österreich: Forst-Holz-Papier mit Vorschlägen zur Bewältigung der Corona-Krise

Das österreichische Branchenbündnis Forst-Holz-Papier macht, wie der deutsche DeSH, Vorschläge an die Politik zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise für die Forst- und Holzbranche. Seit drei Jahren befindet sich die österreichische Forstbranche in einer durch Stürme, Hitze und Trockenheit forcierten Kalamitätsphase.

Viel Schadholz, wenig Produktion

Auch dieses Jahr droht wieder ein massives Schadholzaufkommen. Gleichzeitig sind durch die Corona-Krise starke Produktionseinbußen in der Holzindustrie zu erwarten. Das Problem wird sich damit verschärfen. Forst-Holz-Papier fordert wirkungsvolle und rasche Gegenmaßnahmen.

50 t Gesamtgewicht

Dazu gehört als Sofortmaßnahme die Senkung der Transportkosten durch eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts für Rundholztransporte auf 50 t und eine Erhöhung der Zahl der Bahnhöfe, an denen Rundholz verladen werden kann.

Rettungsfonds

Ein weiterer Vorschlag ist ein Fonds zur Rettung des Waldes, mit dem zusätzliche Lagerkapazitäten für Rundholz, das nicht sofort von der Industrie abgenommen werden kann, sowie Forstschutzmaßnahmen und Aufforstungen bezahlt werden können. Ein solcher Fonds brächte die nötige Entlastung für die Waldbesitzer, die die enormen Kosten allein nicht mehr schultern können.

Freier Grenzverkehr

Um die die Produktion in der Wertschöpfungskette Holz aufrecht zu erhalten, fordert Forst-Holz-Papier einen gesicherten freien Grenzverkehr vor allem für Schlüsselarbeitskräfte sowie für notwendige Rohstoffe und den Export von Produkten.

Und nach Corona?

Langfristig fordert die österreichische Forst- und Holzbranche im Gleichklang mit den deutschen Kollegen eine Forcierung des Holzbaus, von erneuerbaren Energien und Bioökonomie sowie einen Ersatz von Kunststoffverpackungen durch Papierprodukte.

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