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Österreich: Fichtenstammholzpreise in 2016 leicht erholt

Österreich: Fichtenstammholzpreise in 2016 leicht erholt

Nach dem orkanbedingten Einbruch der Nadelstammholzpreise kletterten die Preise sowohl für Fichte als auch Kiefer bis zum Frühjahr 2014 auf Rekordniveau. Im ersten Halbjahr 2014 war bei Fichtenabschnitten zunächst ein deutlicher Rückgang zu beobachten, anschließend wieder ein sanfter Anstieg. Nach dem Orkan Niklas, der im Frühjahr 2015 nicht nur in Bayern, sondern auch in angrenzenden Regionen Österreichs einen hohen Sturmholzanfall verursachte, sackten die Preise regelrecht ab. In der zweiten Jahreshälfte 2015 flachte sich der Rückgang zwar ab, hielt aber bis zum Dezember 2015 an. Ab diesem Zeitpunkt setzte eine Gegenbewegung an, die bis zuletzt anhielt. Dennoch haben sich die Preise für Fichtenabschnitte B Media 2b seit dem Hoch zu Beginn des Jahres 2014 von gut 101,- €/Fm um 10 % auf zuletzt 91,- €/Fm reduziert. Die Preise für Kiefer folgten – bis auf das Jahr 2016 – der Entwicklung von Fichte. Sie lagen allerdings deutlich darunter. Während Fichte sich in 2016 spürbar verteuerte, setzte Kiefer den Abwärtstrend fort und erlöste im Dezember 2016 nur noch knapp 67,- €/Fm.Im Dezember 2016 waren für Blochholz Fichte/Tanne B Media 2b die höchsten Preise mit 90,50 €/Fm in Salzburg und der Steiermark ausgewiesen, die niedrigsten Preise waren mit 86,- €/Fm in Oberösterreich und Vorarlberg zu finden. In Tirol und Kärnten lagen die Preise bei gut 89 €/Fm, im Burgenland bei knapp 87,- €/Fm und in Niederösterreich bei etwa 88,- €/Fm.Während bei Nadelstammholz zwischen 2009 und 2014 ein fast stetiger Aufwärtstrend und anschließend ein Rückgang der Preise zu beobachten ist, blieben die für Buchenstammholz seit Kyrill weitestgehend konstant und schwankten nur geringfügig um Mitte 70,- €/Fm. Zwischen dem Frühjahr 2014 und Ende 2015 kam es zu einem sprunghaften Anstieg, Anfang 2016 gingen die Preise wieder auf das vorherige Niveau zurück.

HMI, Quelle: Statistik Austria

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