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Fichtenpreise Österreich Fichte Sägerundholz

Österreich: Fichtenpreise bleiben im Keller

Die österreichische Wirtschaft erholt sich langsam vom Corona-bedingten Lockdown, trotz weiter bestehenden Risiken durch wieder steigende Infektionszahlen. Die Nachfrage nach frischem Fichtensägerundholz war im August lebhaft, die Waldlager sind größtenteils abgebaut. Die Fichtenpreise folgen der angezogenen Nachfrage bislang jedoch nicht.

Die Standorte der österreichischen Sägeindustrie waren im August unterschiedlich mit Fichtensägerundholz bevorratet. Dementsprechend ist auch eine leichte Nachfragebelebung spürbar. Die Zufuhr funktioniert zumeist problemlos, dementsprechend schnell werden bereitgestellte Mengen abtransportiert. Vorhandene Waldlager wurden größtenteils abgebaut. Mengen aus Gewitterstürmen im August sind überschaubar und können problemlos abgesetzt werden.

Borkenkäferholz kommt jetzt

Entwicklungsbedingt ist in den kommenden Wochen mit verstärktem Anfall an Borkenkäferholz zu rechnen. Die Preise befinden sich weiterhin auf unattraktivem Niveau und sind der angezogenen Nachfrage nur vereinzelt gefolgt. In den Schadgebieten Niederösterreich werden für das Hauptsortiment Fichte Blochholz A,B,C 2a+ 50 – 60 €/Fm gezahlt, im Rest Niederösterreichs sind es 55 – 66 €/Fm. Auch in Salzburg und Vorarlberg werden teils Preise um 50 €/Fm genannt. Die höchsten Preise gelten nach wie vor in der Steiermark mit 73 – 75 €/Fm. Unverändert schwierig bleibt der Absatz von Kiefernsägerundholz. Die rege Nachfrage nach Lärche ist dagegen kaum zu bedienen.

Industrieholzmarkt weiter verstopft …

Ein übergroßes Angebot an Nadelindustrierundholz sowie an Sägenebenprodukten, gepaart mit teilweisen Revisionsstillständen bedingen kaum Nachfrage nach diesem Sortiment. Die Standorte der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie sind sehr gut bevorratet, alle Lagerkapazitäten sind ausgeschöpft. Die Abfuhr verläuft sehr schleppend, die Waldlager bauen sich weiter auf. Die Preise sind auf niedrigstem Niveau stabil. Zumeist gelten Preise kurz über 20 €/Fm, teils auch darunter. Den traurigen Rekord hält Tirol mit 16 €/Fm. Bei Rotbuchenfaserholz verursachen Absatzschwierigkeiten der Fertigprodukte einen geringeren Rohstoffverbrauch und damit eine rückläufige Nachfrage.

… Energieholzmarkt ebenso

Am Energieholzmarkt gibt es weiterhin keine Entlastung. Großes Angebot, zusätzlich erhöht um nichtbenötigte Industrieholzmengen, trifft auf eine geringe Nachfrage. Mengen außerhalb der Verträge können nicht vermarktet werden. Fehlende Nachfolgetarife sowie das noch ausstehende Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz zwingen viele Betreiber zum Stillstand und verschärfen die Situation noch zusätzlich.

Waldbesitzer finden Informationen, sowie Rechte und Pflichten rund um die Holzvermarktung auf www.holz-fair-kaufen.at.

LKO/Red.

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