Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Der Verbissdruck ist in zwei Dritteln der Bezirke Österreichs zurückgegangen. Knapp 30 % der Bezirke melden jedoch einen Anstieg.

Österreich: Ergebnisse des Wildschadensberichts 2019

Ein leichter Rückgang der Schälschäden konnte im Wirtschaftswald verzeichnet werden, im Schutzwald hingegen nahmen die Schäden leicht zu. Zwei Drittel der Bezirke melden Verbesserungen bei den Verbissschäden.

Was die Schälschäden betrifft, zeigen die Zwischenergebnisse 2016 bis 2018 der Österreichischen Waldinventur nach den besorgniserregenden Ergebnissen der Erhebungsperiode 2007 bis 2009 nun einen leichten Rückgang der Schäden im Ertragswald. So ist der Anteil von Stämmen mit Schälschäden von 9,1 % auf 8,4 % gesunken, wobei der Rückgang ausschließlich auf den Wirtschaftswald zurückzuführen ist. Als Wermutstropfen verbucht der Bericht allerdings den Anstieg des Anteils geschälter Stämme im Schutzwald im Ertrag von 6,1 % auf 6,5 %.

Die aktuellen Einschätzungen der Forstaufsichtsdienste der Bundesländer haben unterschiedliche Ergebnisse gebracht. Die meisten Bezirke schätzen die Schälschadensituation gleich wie vor sechs Jahren ein. Jedoch ist die Anzahl der Bezirke, die von einer positiven Entwicklung ausgehen, höher als die Anzahl der Bezirke mit negativer Einschätzung. Die Bundesländer mit den meisten negativen Einschätzungen sind Kärnten, die Steiermark und Tirol. Diese Bundesländer weisen auch die meisten Gutachten des Forstaufsichtsdienstes wegen flächenhafter Gefährdungen durch Schälung auf.

Zwei Drittel der Bezirke melden Verbesserungen bei Verbissschäden

Die Ergebnisse des Wildeinflussmonitorings 2016 bis 2018 zeigen für 62 % der Bezirke Verbesserungen, in 27 % der Bezirke ist der Wildeinfluss auf die Waldverjüngung jedoch angestiegen. Trotz der Verbesserungen haben Mischbaumarten Probleme, dem Äser zu entwachsen, gibt der Bericht zu bedenken. So konnte sich die Tanne in 47 % und die Eiche in 65 % der Bezirke ihres Vorkommens nicht oder kaum über 1,3 m hinaus entwickeln. Neben den natürlichen Konkurrenzverhältnissen und der waldbaulichen Behandlung spielt dabei der Verbiss eine wesentliche Rolle.

Derzeit sind die Erhebungen der Periode 2019 bis 2021 im Laufen. Erste Bezirksergebnisse der 2019 erfolgten Erhebungen, nämlich die von je sechs Bezirken aus Ober- und Niederösterreich, sind bereits verfügbar, lassen aber noch keinen Trend erkennen. Die Hälfte dieser Bezirke weist Verbesserungen auf, die andere Hälfte Verschlechterungen. Laut dem Bericht werden bundesweite Aussagen erst nach Ende der dreijährigen Erhebungsperiode möglich sein.

Der Wildschadensbericht 2019 kann über die Webseite des Parlaments der österreichischen Bundesregierung bezogen werden.

Quelle: Bundesregierung der Republik Österreich

Auch interessant

von