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Österreich: 100.000ste Pelletheizung in Betrieb

Österreich: 100.000ste Pelletheizung in Betrieb

Österreichs Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Nikolaus Berlakovich, nahm am 16.1.2013 zusammen mit Branchenvertretern die 100.000ste Pelletheizung in Österreich in Betrieb.
Vor 15 Jahren wurden die ersten Pelletheizungen in Österreich installiert. Mit jährlichen Zuwachsraten von über 10.000 installierten Heizungen ist der Markt in Österreich wesentlich rascher gewachsen als in anderen Ländern Europas. Österreich liegt mit 12,5 Pelletheizungen pro 1.000 Einwohner im europäischen Vergleich an erster Stelle, gefolgt von Dänemark (11,8), Schweden, (11,1), Finnland (4,7) und Deutschland (2,3).
Der 100.000ste Pelletheizkessel
Der 100.000ste Pelletheizkessel wurde vom mehrfach international ausgezeichneten Salzburger Unternehmen SHT erzeugt und vom Wiener Installationsunternehmen Sanfix in einem modernen Einfamilienhaus in Wien Neuwaldegg installiert. Der Kombiheizkessel Vario Aqua von SHT mit einer Wärmeleistung von 15 KW beheizt als Zentralheizungsgerät das komplette Wohnhaus und kann mit Pellets- und Scheitholz betrieben werden. Der Kessel ist aufgrund der hochwertigen Verbrennungsgüte und Effizienz Preisträger des Energie Genie Wettbewerbs 2012 und in seinem Produktbereich weltweit technologieführend. Da die üblichen Abstrahlverluste des Kessels direkt im Wohnraum nutzbar sind, gibt es keine effektivere Form der Verwertung des Energiegehalts des Brennstoffes Holz.
Erfolgsgeschichte made in Austria
Dr. Christan Rakos, Geschäftsführer von proPellets Austria und Präsident des europäischen Pelletverbands: „Der 100.000ste installierte Pelletkessel in Österreich ist ein internationaler Rekord. Wir rechnen in den nächsten Jahren mit einem ähnlichen Wachstum bei den Pelletkaminöfen. Die Energiewende im Bereich Wärme ist in greifbarer Nähe.“
Die österreichischen Erzeuger von Pelletheizkesseln sind heute Weltmarktführer. Sowohl die Konsumenten als auch die Umwelt profitieren: Ein Haushalt kann seine Brennstoffkosten durch den Umstieg von Öl oder Gas auf Pellets halbieren. Durch den aktuellen Verbrauch von jährlich 810.000 t Holzpellets in Österreich werden die heimischen CO2-Emissionen im Vergleich zu Heizöl um über 1 Mio. t verringert.
Bis zu 80 % der in Österreich produzierten Pelletheizkessel gehen in den Export. Die österreichischen Erzeuger von Biomasseheiztechnologien erwirtschaften bei einem Wachstum von 20 % jährlich einen Umsatz von etwa 1 Mrd. EUR und schaffen rund 5.000 heimische Arbeitsplätze.
Energieautarkie
Neben den positiven Auswirkungen auf die Umweltbilanz und der heimischen Wertschöpfung, leisten Pelletheizungen auch einen Beitrag zur Energieautarkie. In Österreich werden rund 875.000 t Pellets in 30 Werken, die über das ganze Bundesgebiet verstreut sind, produziert. Das bedeutet kurze Transportwege und Unabhängigkeit von internationalen fossilen Energiemärkten.

proPellets Austria

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