ABO

Ökosystemleistungen des Waldes müssen honoriert werden

Der Klimawandel kann einer aktuellen Studie der ETH Zürich zufolge durch nichts so effektiv bekämpft werden, wie durch Aufforstung. „Bäume zu pflanzen hat das Potenzial, zwei Drittel der bislang von Menschen gemachten klimaschädlichen CO₂-Emissionen aufzunehmen. Die Studie belegt damit ganz klar die enorme Bedeutung eines gesunden Waldes für den Klimaschutz“, so der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst e.V., Max von Elverfeldt.

„Deutschland muss dazu jetzt seinen Beitrag leisten“, betont Elverfeldt und macht klar, welche Maßnahmen auf politischer Ebene dringend umgesetzt werden müssen: „Nach Schätzungen sind durch Sturm, Dürre und Schädlingsbefall in Deutschland seit dem letzten Jahr 110.000 Hektar Freiflächen im Wald entstanden. Angesichts der aktuellen Krise im deutschen Wald liegt eine schnelle Wiederaufforstung und Schadholzbeseitigung im öffentlichen Interesse. Die Politik sollte dafür dringend weitere Mittel zur Verfügung stellen. Denn nur ein gesunder und leistungsfähiger Wald kann seine Funktionen als Klima- und Naturschützer, als grüne Lunge, als Wasserspeicher, als Rohstoffproduzent und als Rückzugsort erfüllen.“

Wichtig ist den Familienbetrieben Land und Forst, dass die Ökosystemleistungen des Waldes künftig honoriert werden. „Der Nutzen der CO₂-Senke des Waldes muss verursachergerecht auch bei den fast 2 Millionen Waldeigentümern in Deutschland ankommen. Es ist beispielsweise denkbar, dass Einkünfte aus einer CO₂-Besteuerung den Waldbesitzern für den Waldumbau zur Verfügung gestellt werden. In anderen Ländern können CO₂-Emittenten Waldzertifikate kaufen, um ihre Emissionen zu kompensieren. Solche Modelle sollten auch für Deutschland diskutiert werden“, erklärt Elverfeldt.

Die Familienbetriebe Land und Forst e.V. vertreten die Interessen von Betrieben, hinter denen rund 50.000 Eigentümer, Familienmitglieder und Mitarbeiter stehen.

Familienbetriebe Land und Forst

Auch interessant

von