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Beschädigte Kisten und Paletten lassen sich leicht reparieren oder finden ein weiteres Leben als Teil von Spanplatten für den Möbel- oder Baubereich

Ökologische Packmittel: Paletten und Kisten aus Holz

Lebensmittel sollen heute möglichst aus biologischem Anbau stammen, Kleidung gerne aus Naturfasern hergestellt sein und bei Möbeln achtet man verstärkt auf wohngesunde Materialien. Doch wie ökologisch und nachhaltig sind eigentlich die Packmittel, mit denen diese Produkte auf nationalen und internationalen Routen bewegt werden?

„Die Antwort ist einfach: Sind Paletten und Kisten aus dem Naturmaterial Holz aus deutschen Wäldern gefertigt, sind sie garantiert echte Umweltschützer“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V., Marcus Kirschner.

Verpackungsholz aus heimischen Wäldern

Viele gute Gründe sprechen für die Verwendung von Holz bei der Herstellung von Paletten und Transportkisten. Zum einen ist die Ernte des Holzes aus dem Wald und auch dessen Weiterverarbeitung zu Holzpackmitteln nicht besonders energieaufwändig. „Außerdem bleiben die Transportwege zumeist recht kurz, da das meiste Verpackungsholz aus heimischen Wäldern stammt“, so Kirschner. Dazu komme, dass in Deutschland bereits seit mehr als 300 Jahren die Wälder nachhaltig bewirtschaftet würden. Das bedeutet, dass mehr Holz nachwächst, als geerntet wird.

Außerdem hat das nachhaltig geerntete Holz eine hervorragende CO₂-Bilanz: „Schon eine einzige Palette schlägt mit einer positiven CO₂-Bilanz von 27,5 kg zu Buche. Das heißt, sie speichert durchschnittlich so viel mehr klimaschädliches CO₂ in Form von Kohlenstoff ein, als während der gesamten Wertschöpfungskette verbraucht wird“, erklärt der HPE-Geschäftsführer.

Positive Eigenschaften des Naturmaterials

Dazu kommen noch viele weitere positive Eigenschaften des Naturmaterials: So entfalten bestimmte Holzarten dank ihres hohen Gerbsäuregehaltes eine antibakterielle Wirkung. Und das gilt einmal mehr für die in der Packmittelbranche verwendeten Holzarten Ahorn, Buche, Fichte und Kiefer. Auch die hohe Stabilität von Holz, die eine lange Lebensdauer der kontrolliert hergestellten Paletten und Kisten garantiert, spricht für den Werkstoff aus dem Wald.

Ebenso dessen Flexibilität und vorbildliche Recycelbarkeit: „Beschädigte Kisten und Paletten lassen sich leicht reparieren oder finden ein weiteres Leben als Teil von Spanplatten für den Möbel- oder Baubereich. Je länger diese als Kaskadennutzung bezeichnete stoffliche Verwertung dauert oder je öfter diese durchlaufen wird, desto länger ist CO₂ gebunden. Selbst ganz am Lebensende, wenn nur noch die energetische Nutzung sinnvoll ist, werden fossile Brennstoffe durch den nachwachsenden Wertstoff Holz ersetzt. Das macht Holzpackmittel zum hochwertigen Allrounder in Sachen Ökologie und Nachhaltigkeit“, so Kirschner.

HPE/DS

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