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Ökobilanz für Häuser in Holzbauweise

Ökobilanz für Häuser in Holzbauweise

Das Projekt „Ökobilanz-Basisdaten für Häuser in Holzbauweise“ geht in die entscheidende Phase. Derzeit werden die gesammelten Daten im Johann Heinrich von Thünen-Institiut (vTI) ausgewertet, die Ergebnisse sollen Ende kommenden Jahres vorliegen. Das gemeinsame Forschungsprojekt des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) und des vTI leistet einen besonderen Beitrag im Bereich der Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden, so Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des BDF.
 
Deutschlands führende Fertighaushersteller, die alle im BDF organisiert sind, haben sich seit 1989 in einer Selbstverpflichtung zu weit überdurchschnittlichen Leistungen beim Hausbau verpflichtet. „Dem Holzfertigbau liegt das Thema Nachhaltigkeit durch den Einsatz des natürlichen Roh- und Werkstoffes Holz quasi im Blut, vom Baum über die zügige und Ressourcen schonende Produktion und Montage des Fertighauses bis hin zu einem später möglichen Rückbau. Damit hatten die Mitglieder des BDF den Grundgedanken der aktuellen Nachhaltigkeits-Diskussion bereits gelebt und umgesetzt, bevor dieser überhaupt in Politik und Öffentlichkeit diskutiert wurde“, so Klaas weiter. Diesen Gedanken im Zuge einer Ökobilanzierung wissenschaftlich zu fundieren, sei zwar eine große Anstrengung für die Unternehmen, zeige aber deren Bewusstsein für die Bedürfnisse der Bauherren, nachhaltig zu bauen und zu wohnen.
 
Die Besonderheit der deutschen Fertighausindustrie liegt darin, dass sie sich nicht nur auf das eigentliche Produkt „Haus“ fokussiert. Technisch gesprochen, wird das gesamte System mit seinen Inputs und Outputs entlang seines gesamten Lebenszyklus betrachtet. Für diese Öko-Bilanzierung ist eine große Zahl valider Daten notwendig. Die Mitgliedsunternehmen des BDF stellen diese Daten dem vTI zur Verfügung.
 
Ziel des Forschungsprojekts ist die Erarbeitung von für Deutschland gültigen Ökobilanz-Basisdaten für komplette Häuser in Holztafelbauweise. Es ist die Weiterführung des vTI-FNR-Projekts „ÖkoHolzBauDat“ von 2008, das sich mit den Umweltauswirkungen von Holzwerkstoffen befasst hat. Auch die im Dezember 2008 veröffentlichte ÖkoPot-Studie – Ökologische Potenziale durch Holznutzung gezielt fördern, bei der nicht das Haus als System, sondern seine einzelnen Bauteile betrachtet wurden – war eine Vorstufe zum aktuellen Forschungsprojekt des vTI.
 
Die für Ende 2013 erwarteten Ergebnisse werden als Durchschnittswerte den relevanten öffentlichen Datenbanken im Bereich des nachhaltigen Bauens zur Verfügung gestellt. Damit leisten der BDF und seine Mitgliedsunternehmen einen entscheidenden Beitrag im Bereich der Nachhaltigkeitszertifizierung weit über die eigene Branche hinaus.  
BDF

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