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ÖBf Holzlagerplatz Amstetten

ÖBf, Austropapier und ÖBB eröffnen Holzlagerplatz

Auf den Flächen eines ehemaligen Sägewerks in Amstetten haben die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) einen neuen Holzlagerplatz mit modernster Ausstattung und Anbindung an das Bahnnetz errichtet. Dieser wurde nun gemeinsam mit Papierholz Austria, ÖBB Rail Cargo Group und unter dem Geleit von Niederösterreichs LH-Stellvertreter, Stephan Pernkopf, eröffnet.

Neben den Vorteilen der Infrastruktur und Dienstleistungen (Vermessung, Gewichtsübernahme) stehen auch überdachte Lagerhallen zur Verfügung. Gelagert und umgeschlagen wird das gesamte Holzspektrum von Waldhackgut über Industriehackgut bis hin zu klassischem Sägerundholz.

Zehn Hektar Fläche

Der neue Lagerplatz dient als Drehscheibe für die Holzlogistik und soll für Entlastung am Markt in einer vom Klimawandel stark betroffenen Region sorgen. Er gilt darüber hinaus als Schulterschluss in der gesamten Holzwertschöpfungskette. Die Betreiber lagern dort Holz aus der Region, insbesondere aus den Schadholz betroffenen Gebieten, zwischen und führen es schrittweise den Werken zu. Es stehen bis zu zehn Hektar Fläche zur Verfügung. Vor wenigen Wochen haben die ÖBf bereits den Probebetrieb aufgenommen. Voraussichtlich ab Juli läuft die neue Anlage im Vollbetrieb.

40 Waggons täglich

Durch die günstige Schienenanbindung können großen Mengen Holz per Bahn transportiert werden. Für die Verladung von Rundholz kommen vor Ort erstmals so genannte GigaWaggons zum Einsatz, die doppelt so viel Holz aufnehmen können wie herkömmliche Waggons. Die Firma Innofreight hat die Waggons 2019 auf den Markt gebracht. Ein GigaWood-Waggon hat ein Ladevolumen von rund 220 m3, umgerechnet rund 110 Festmeter, was etwa 3-4 LKW-Zügen entspricht. In Vollbetrieb können am neuen Lagerplatz bis zu 40 Waggons täglich verladen werden.

Vollelektronischer Lagerplatz

Der neue Lagerplatz ist volldigitalisiert, die komplette Abwicklung von der Zufahrtssteuerung über die Waren- und Gewichtsabnahme bis zur Abrechnung läuft ausschließlich elektronisch. Zufuhren erfolgen ausnahmslos mittels elektronischem Lieferschein und automatischer ID-Kennung via Smartphone oder Tablet. Eine mobile Messanlage verwiegt die Ladungen vollautomatisch. Auch wurde der Lagerplatz mit einem modernen Zufahrts- und Sicherheitssystem ausgestattet. Bei der Konzeption dieser Systeme wurde die Möglichkeit der Einlagerung von Fremdholz bereits mitgedacht. Der Lagerplatz ist in die Prozesse der Bundesforste voll integriert und schließt die schon bisher weitgehend digitalisierte Prozesskette von der Einsatzplanung über die Holzernte bis hin zur Logistik und Abrechnung ab. Bisher haben die ÖBf rund 600.000 Euro in den neuen Lagerplatz investiert.

Papierholz Austria und ÖBB Rail Cargo Group wichtige Partner

Im Wesentlichen verwenden die ÖBf Flächen und Infrastruktur zur Lagerung von Holz aus ihren Wäldern, aber auch Dritte können den Holzlagerplatz nutzen. Papierholz Austria als langjähriger Geschäftspartner der Bundesforste ist eine der ersten Firmen, die den Lagerplatz bereits für den eigenen Warenumschlag verwendet. Mit der Rail Cargo Group ist ein großer und leistungsstarker Logistikpartner an Bord, der einen wichtigen Lückenschluss bildet und den umweltfreundlichen Transport von der Produktion bis zur Verarbeitung im Werk sicherstellt.

ÖBf/Red.

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