Holzverkauf und Holzpreise

Oberland-Wertholzsubmission: Riegelahorn erzielt fast 17.000 €/Fm

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Unter Federführung der WBV Holzkirchen fand mit Unterstützung des AELF Holzkirchen am 3. Februar zum 24. Mal die Oberland-Wertholzsubmission statt. Vier WBVs aus Oberbayern, vier Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten, die Städtische Forstverwaltung München und der Waldverband Tirol lieferten 658 Fm Laub- und Nadelwertholz (Vorjahr 517 Fm, +27 %) an.

70 (Vj. 48) Bieter aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Österreich und Frankreich beteiligten sich diesmal an der Ausschreibung. Neben den bekannten Furnier- und Sägewerken bieten immer mehr regionale Schreinereibetriebe mit. 58 (Vj. 44) Bieter erhielten einen Zuschlag. 97 % des Holzes konnten vermarktet werden, viele Holzarten zu 100 %.

Eiche, Bergahorn und Fichte stellen größte Mengen

Eiche (190 Fm, 29 %) und Bergahorn (122 Fm, 19 %) sind auch diesmal wieder die mengenmäßig bedeutsamsten Laubbaumarten. Deutlich zugelegt hat das Angebot an Fichte (129 Fm, 20 %). Die drei Baumarten zusammen stellen mehr als zwei Drittel der Holzmenge. Es folgen Esche (65 Fm), Lärche (45 Fm) und Tanne (29 Fm).

Durchschnittserlöse

Der Durchschnittserlös über alle Baumarten blieb gegenüber dem Vorjahr mit 427 €/Fm exakt gleich. Baumartenspezifisch gibt es aber große Unterschiede. So ist der Durchschnittserlös bei der Eiche (531 €/Fm, +25 %), der Ulme (489 €/Fm, +44 %), der Fichte (264 €/Fm, +17 %) und der Lärche (390 €/Fm, +26 %) gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Auch das bisherige Sorgenkind Esche konnte deutlich zulegen (262 €/Fm, +75 %). Den höchsten Durchschnittserlös wie auch dessen größte Steigerung erzielte die Walnuss (803 €/Fm, +120 %), die aber nur mit 10 Fm vertreten war.

Unter anderem der deutlich geringere Durchschnittserlös für den Bergahorn (620 €/Fm, -16 %) sorgte dafür, dass der Durchschnittserlös über alle Baumarten trotz der vielen gestiegenen Durchschnittspreise gleich blieb.

Rekord-Spitzenstamm

Für 57 (Vj. 38) Stämme wurden mehr als 1.000 € erzielt. Die „Braut“, also der Stamm mit dem höchsten Gebot, kommt vom Forstbetrieb Landsberg (BaySF): Der „Riegel-Ahorn“ erzielte mit 16.969 €/Fm den höchsten Preis je Kubikmeter, der in der Geschichte der Oberland-Wertholzsubmission jemals geboten wurde. Bereits im Vorjahr lag das Spitzengebot mit 13.700 €/Fm enorm hoch.

Quelle: WBV Holzkirchen

Quelle: WBV Holzkirchen