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Die Oberland-Wertholzsubmission unter Federführung der Waldbesitzervereinigung (WBV) Holzkirchen war auch 2019 ein großer Erfolg.

Oberland-Wertholzsubmission 2019

Unter Federführung der Waldbesitzervereinigung (WBV) Holzkirchen fand mit Unterstützung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen am 7. Februar zum 21. Mal die Oberland-Wertholzsubmission statt.

In diesem Jahr lieferten 4 Forstliche Zusammenschlüsse aus Oberbayern, 4 staatliche Forstbetriebe und die städtische Forstverwaltung München 426 m³ (Vorjahr 593 m³). Die „Braut“ kommt wieder aus dem Bereich der WBV Holzkirchen: Der Bergahorn mit 1,13 m³ erzielte 1.288 €/m³. Der teuerste Stamm ist eine Eiche aus dem Gebiet der WBV Weilheim. Für den Stamm zahlte ein Sägewerk insgesamt 2.061 € (2,82 m³).

An der Ausschreibung beteiligten sich 29 Bieter (Vorjahr: 38) aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Österreich und sogar aus Frankreich. 26 (Vorjahr 32) Bieter erhielten einen Zuschlag.

Die Baumart Eiche bleibt auf der Erfolgsspur …

Die Veränderung des Durchschnittspreises gegenüber dem Vorjahr ist deutlich an der Qualität und Dimension der angebotenen Stämme festzumachen. Die Eiche boomt weiterhin und konnte entsprechend der angebotenen Qualität preislich noch einmal zulegen. Ihr Durchschnittserlös stieg auf 407 €/m³ (Vorjahr: 391 €/m³). Auch die Esche verbesserte sich auf 185 €/m³ (Vorjahr: 175 €/m³). Der Ahorn konnte qualitätsbedingt seinen Durchschnittspreis mit 360 €/m³ gegenüber dem Vorjahr (396 €/m³) nicht halten. Das gilt auch für die Ulme: niedriges Verkaufsprozent: 56 % (Vorjahr 100 %) und stark gesunkener Durchschnittspreis: 326 €/m³ (Vorjahr 438 €/m³) bei höherem Angebot.

Ergebnisse Oberland-Wertholzsubmission 2019. Quelle: WBV Holzkirchen

„Auch wenn es diesmal nicht nur Licht, sondern auch etwas Schatten gab: Über die Oberland-Wertholzsubmission konnten unsere Waldbesitzer für die meisten Baumarten wieder deutlich höhere Preise erzielen als an der Waldstraße. Für 23 Stämme wurde sogar ein Preis von jeweils über 1.000 €/m³ erzielt. Das Konzept stimmt also“, so der Geschäftsführer der WBV Holzkirchen, Gerhard Penninger. Die WBV Holzkirchen stellte mit 149 m³ wieder den größten Teil des Submissionsangebots.

Gemeinsame Wertholzsubmission ist aktueller denn je …

Forstdirektor Christian Webert vom AELF Holzkirchen betont: „Die Idee einer gemeinsamen Wertholzsubmission für den Privat- und Staatswald ist aktueller denn je. In Zeiten, in denen der Klimawandel, Windwurf, Borkenkäferbefall und Schneebruch in unseren fichtenbestimmten Wäldern den Takt vorgeben, leistet diese Verkaufsveranstaltung beste Überzeugungsarbeit für die natürliche Verjüngung und den Anbau klimatoleranter Laub- und Nadelhölzer sowie für Investitionen in die Waldpflege.“

Red./WBV Holzkirchen

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