Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Das Oberbergische Land wurde offiziell zum Wolfsgebiet erklärt.

Oberbergisches Land: Verdachtsgebiet wird Wolfsgebiet

Das Oberbergische Land in Nordrhein-Westfalen wurde nun offiziell zum Wolfsgebiet erklärt. Vorher Wolfsverdachtsgebiet, gibt es jetzt Nachweis von Wolfs-Welpen in einem Waldgebiet in Eitdorf an der Grenze zu Rheinland-Pfalz.

Nachdem aus dem Oberbergischen Land im Umfeld von Engelskirchen seit dem Frühjahr/Sommer 2019 mehrere Wolfsnachweise vorliegen (Bildmaterial aus Fotofallen und genetische Nachweise von Tierrissen) konnte jetzt, Mitte 2020 anhand bestätigter Video-Nachweise mehrerer Welpen eine ortstreue Wolfsfamilie bei Eitorf nahe der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz nachgewiesen werden. Dies teilte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) mit.

Der Nachweis von Welpen ist der Nachweis eines Rudels

Gemäß den bundeseinheitlichen Standards gilt der Nachweis von Welpen als Nachweis eines Rudels und damit als Grundlage für die Ausweisung eines Wolfsgebiets. Vor diesem Hintergrund weist das MULNV auf der Grundlage der „Richtlinien über die Gewährung von Billigkeitsleistungen und Zuwendungen zur Minderung oder Vermeidung von durch den Wolf verursachten wirtschaftlichen Belastungen“ („Förderrichtlinien Wolf“) das „Wolfsgebiet Oberbergisches Land“ einschließlich einer umgebenden Pufferzone aus.

Wolfsgebiet an Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz

Das Wolfsgebiet Oberbergisches Land umfasst 754 km2 und umfasst Teile des Rhein-Sieg-Kreises und des Oberbergischen Kreises. Es entspricht damit in seiner Abgrenzung weitgehend dem bisherigen Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land. In die Abgrenzung des Wolfsgebietes Oberbergisches Land mit umgebender Pufferzone sind auch Gebiete der bereits ausgewiesenen Pufferzone um das Wolfsterritorium Stegskopf in Rheinland-Pfalz einbezogen worden. Im Süden grenzt das Wolfsgebiet an die Landesgrenze Rheinland-Pfalz an. Die Abgrenzungen hat das zuständige Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) auf der Grundlage fachlicher Kriterien vorgenommen.

Wie bisher können Förderanträge auf der Basis der Förderrichtlinien Wolf an die Bezirksregierung Köln gerichtet werden. Mit der Umwandlung des Wolfsverdachtsgebiets Oberbergisches Land in das Wolfsgebiet Oberbergisches Land ist jetzt auch die Förderung von Herdenschutzhunden möglich.

 

Kartographische Darstellung des Wolfsgebiets Oberbergischen Land finden Sie hier.

Informationen zum Wolf in Nordrhein-Westfalen gibt es hier.

 

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an das Service Center der Landesregierung, Telefon 0211 837-1001.

Quelle: MULNV

Auch interessant

von