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Nutzung vom heimischen Holz ist ein Beitrag zum weltweiten Walderhalt

„Die Forderungen des NABU zum Internationalen Jahr der Wälder nach mehr urwüchsigen Naturwäldern in Deutschland sind kontraproduktiv zum Walderhalt und Klimaschutz“, stellte Sepp Spann, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes klar. „Ich kann nicht verstehen, wie Vertreter von Naturschutzverbänden durch Äußerungen nach mehr Flächenstilllegung so zu Lasten des Allgemeinwohls unserer Gesellschaft handeln können. Wir lösen nicht die Frage der weltweiten Zerstörung von Urwäldern, in dem wir in Deutschland umfassend und anerkannt vorbildlich nachhaltig bewirtschaftete Wälder aus der Nutzung nehmen. Gerade im von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Jahr der Wälder sollten die Umweltverbände die Waldbesitzer bei uns in ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit unterstützen.“
Über ein Drittel der bayerischen Landesfläche ist bewaldet. Mehr als die Hälfte der Wälder in Bayern werden von privaten Waldbesitzern bewirtschaftet. Der Wald in Bayern ist nicht nur Lebensraum für eine einzigartige Vielfalt an Pflanzen und Tieren, sondern gleichzeitig Arbeitsplatz und eine wichtige Einkommensmöglichkeit, Rohstoff- und Energiequelle sowie Erholungsraum für Menschen. Durch die Kohlenstoffspeicherung im Holz und im Boden leistet die nachhaltige Forstwirtschaft einen wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel. Denn durch die Nutzung bleibt der im Holz gebundene Kohlenstoff weiterhin der Atmosphäre entzogen und der Wald kann durch weitere Holzzuwächse neues klimaschädliches CO2 als Kohlenstoff binden und gibt gleichzeitig Sauerstoff zum Atmen ab.
In Bayern wird seit Generationen nachhaltige Forstwirtschaft betrieben, die nicht nur Rücksicht auf die kommenden Generationen nimmt, sondern auch ökonomische, ökologische und soziale Belange umfassend und hervorragend miteinander vereint und damit den Gesamtnutzen für die Gesellschaft optimiert. Nur so kann der Wald alle seine Leistungen für uns, unsere Kinder und Enkelkinder auf Dauer bereitstellen, denn Forstwirtschaft schafft Leben. In Deutschland gibt es seit Jahrhunderten keine Urwälder mehr. Die Forderungen nach der Stilllegung von bundesweit 5 % der Waldfläche – das sind 550.000 ha – bedeutet, dass 4 Millionen Kubikmeter weniger des nachwachsenden Rohstoffes Holz produziert werden und damit 3 Millionen Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 wenigergebunden werden können. Gleichzeitig bedeutet dies ein Verlust von 40.000 Arbeitsplätzen im Bereich Forst und Holz und damit eine weitere Gefährdung des Ländlichen Raumes.
Dabei bewirtschaften die Waldbesitzer und Förster die Wälder vorbildlich. Das Bundesamt für Umwelt hat gerade in seinem Monitoringbericht zur Umsetzung der Strategie zur Biologischen Vielfalt attestiert, dass nur die Forstwirtschaft als einziger Sektor die Ziele der Biodiversitätsstrategie erreichen kann. Bereits heute sind die Ziele zu 81 % erfüllt. Alle anderen Bereiche liegen weit abgeschlagen bei einem Erfüllungsgrad von nur rund 55 bis 70%.
 
Waldbesitzer tun viel für den Erhalt ihrer Wälder
Über 75 % der bayerischen Waldfläche ist zertifiziert. Dort verpflichten sich die Waldbesitzer und Förster freiwillig über die rechtlichen Vorgaben Bewirtschaftungsstandards einzuhalten. „Jeder von uns, der wirklich etwas für Biodiversität und Klimaschutz tun möchte, sollte PEFC-zertifiziertes Holz aus Bayern kaufen.“, so Sepp Spann. Äußerungen, wie vom brasilianischen Politiker Gilberto Mestrino „Wald ist überflüssig. Auf anderen Planeten gibt es auch keine Bäume.“ sind uns fremd. Seit 1981 hat die Waldfläche um rund 15.000 Hektar zugenommen. „Alleine im letzten Jahr entstanden 375 Fußballfelder neuer Wald im Freistaat und das zum weit überwiegenden Teil durch Privatpersonen.“.  Für Spann ist klar: „Nur durch die Nutzung von Holz aus heimischer Forstwirtschaft kann jeder auch etwas für den Erhalt der weltweiten Urwälder tun. Und dabei können bei uns die Waldbesitzer Tag und Nacht kontrolliert werden, denn unsere Wälder stehen für jedermann offen.“
Bayerischer Waldbesitzerverband

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