Forstpolitik

Aufforstungsprojekte für den Klimaschutz

Bearbeitet von Martin Steinfath

Ergänzend zur Emissionsminderung durch Klimaschutzprojekte im Globalen Süden investiert die Landesregierung NRW 23.000 € in die Erstaufforstung eines Waldstücks im Münsterland. Mit sog. „Kombi-Zertifikaten“ lassen sich effektive CO2-Kompensation mit Klimaschutzprojekten in Nordrhein-Westfalen verbinden.

Bis 2030 will die Landesverwaltung in Nordrhein-Westfalen klimaneutral arbeiten. Dazu geht die Landesregierung bei der CO2-Kompensation von Dienstreisen mit sogenannten „Kombizertifikaten“ neue Wege: sie investiert 23.000 € in die Erstaufforstung eines Waldstücks im Münsterland. Am 14. Oktober stellten Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) und des Landesbetriebs Wald und Holz Nordrhein-Westfalen den Klimawald.NRW vor. Umgesetzt wurde das Projekt durch das LANUV und den Landesbetrieb Wald und Holz. „Aufforstungsprojekte leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Klimawald eine dauerhafte und zusätzliche CO2-Senke schaffen und unserem Ziel der Klimaneutralität einen Schritt näherkommen“, so Minister Pinkwart. Ministerin Heinen-Esser betonte: „Der heute eingeweihte Klimawald zeigt, wie die Idee eines nordrhein-westfälischen „Waldfonds“ für ein freiwilliges und regionales Angebot zur individuellen CO2-Kompensation funktionieren kann.

Landesregierung schreitet beim Klimaschutz voran

Die Landesregierung ist bei der CO2-Kompensation Vorreiterin und stellt ihre Dienstreisen bereits seit 2009 durch den Kauf von Zertifikaten klimaneutral. Durch Dienstreisen in den Jahren 2018 und 2019 hat die Landesregierung rund 4.700 t CO2 verursacht, die mit dem Erwerb des „NRW-Kombi-Zertifikats“ nun kompensiert werden: Neben der Unterstützung eines Biomassekraftwerks in Indien leistet das Kombi-Zertifikat einen Beitrag zum Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen in Höhe von fünf Euro pro emittierter Tonne CO2. So konnten etwa 4.500 Setzlinge durch den Landesbetrieb Wald und Holz beschafft und gepflanzt werden.

MULNV