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NRW-Waldjugendspiele mit Rekordergebnis

NRW-Waldjugendspiele mit Rekordergebnis

„Das absolute Rekordergebnis von über 44.000 teilnehmenden Grundschulkindern in 2010 macht deutlich, wie gut dieses waldpädagogische Angebot inzwischen angenommen wird. Es zeigt zugleich aber auch, wie groß der Bedarf nach Umweltbildungsangeboten im Wald ist“ betonten die beiden Schirmherren der „Aktion Waldjugendspiele“, Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg und Umweltminister Johannes Remmel am 15. März anlässlich der Abschlussveranstaltung im NRW-Landtag in Düsseldorf. Am Beispiel des Waldes lasse sich besonders gut darstellen , dass eine naturverträgliche, nachhaltige Nutzung und der Schutz unseres Lebensraumes miteinander vereinbar sind. Von daher seien die Waldjugendspiele ein wichtiger Baustein der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Nordrhein-Westfalen. Unter dem Motto „Blätterrauschen statt mp3 – entdecke den Wald!“ wolle man im Internationalen Jahr der Wälder 2011 diese Aspekte noch deutlicher in den Vordergrund stellen.
 
Hauptakteure des Tages waren drei Schulklassen aus Dortmund, Büren (Kreis Paderborn) und Düsseldorf. Diese wurden zuvor stellvertretend für die fast 2.000 Klassen aus ganz Nordrhein-Westfalen, die an den Waldjugendspielen teilgenommen hatten, ausgelost. Als zusätzliches Bonbon dürfen sich die Kinder noch auf einen eintägigen Ausflug in Einrichtungen des Landesbetriebes Wald und Holz freuen: Mit dem Ranger in den Nationalpark Eifel, zum Erlebnistag in das Waldinformationszentrum Hammerhof (Kreis Höxter) oder in das Waldpädagogische Zentrum nach Wuppertal-Burgholz.
 
Den Wald erlebbar machen und dabei spielerisch Wissen und Erfahrungen vermitteln sei aus pädagogischer Sicht besonders geeignet, ein positives Naturverständnis in unserer Jugend zu wecken, betonte die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse. Sie bedankte sich nachdrücklich allen Förstern und ehrenamtlichen Helfern für ihr außerordentliches Engagement. Der kommissarische Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, Heinrich Barkmeyer verwies auf deren vielfältige  Umweltbildungsangebote: „Mit 16 waldpädagogischen Einrichtungen und einem flächendeckenden Angebot der Forstämter und Forstreviere ist der Landesbetrieb Wald und Holz NRW gerade im ländlichen Raum der bedeutenste Umweltbildungsakteur“.
 
Waldjugendspiele in NRW
Waldjugendspiele gibt es in NRW bereits seit 1977. Sie finden jährlich zumeist im September/Oktober statt und werden vorzugsweise mit den 4. Klassen im Grundschulbereich durchgeführt. Auf einem etwa 2 km langen Parcours mit 10 bis 15 Stationen sollen die Kinder mit Geschick, Beobachtungsgabe und detektivischem Spürsinn bestimmte Aufgaben lösen, die sich im Zusammenhang mit dem Ökosystem Wald stellen. Im Mittelpunkt steht dabei das Naturerlebnis und das spielerische Erarbeiten von Einblicken in natürliche Zusammenhänge des Ökosystems Wald.
 
Die erschreckenden Ergebnisse der im Jahr 1998 von der Universität Marburg im Auftrag der SDW durchgeführten Studie „Lila Kuh“ über das Ausmaß der Naturentfremdung unserer Jugend haben SDW und Landesbetrieb Wald & Holz NRW veranlasst, im Frühjahr 1999 eine gemeinsame Initiative zur Förderung von Waldjugendspielen zu starten. Mit der „Aktion Waldjugendspiele“ konnten die Teilnehmerzahlen innerhalb von 10 Jahren mehr als vervierfacht werden.
 
Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen im Überblick:
 

Jahr
Anzahl der Teilnehmer 
Anzahl der Schulklassen
1998
9.690 
421
1999
13.529 
519
2000
16.705 
716
2001
22.661 
971
2002
31.185 
1.323
2003
31.593 
1.361
2004
32.666 
1.399
2005
35.865 
1.533
2006
39.190 
1.675
2007
32.707
1.409
2008
34.053 
1.484
2009
39.246 
1.714
2010
44.174 
1.967
SDW NRW

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